Nachmittage im Park oder die Jogging-Runde um den See – im Sommer gibt es nichts Schöneres, als die frische Luft zu genießen. Wären da nicht die Pollen, die Allergikern die Tränen in die Augen treiben. Besonders aggressiv sind die der Beifuß-Ambrosie. Spezielle Medikamente können die Symptome lindern.

Die Beifuß-Ambrosie stammt ursprünglich aus Südeuropa. Über Futtermittel und Saatgut gelangte sie in den Norden. „Das ist das Tückische“, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Facharzt für Dermatologie und ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Litten Betroffene früher nur im Urlaub unter einer Allergie auf die Beifuß-Ambrosie, so sind sie heutzutage jeden Sommer bis in den Herbst damit konfrontiert.“ Die Pollen der Beifuß-Ambrosie gelten als hochallergen. Das bedeutet: Schon geringe Mengen des Blütenstaubs können heftige allergische Reaktionen bis hin zu Asthma hervorrufen.

„Wer an Allergie-Symptomen, wie geschwollenen Augen und einer ständig laufenden Nase, leidet, sollte sich bei einem Allergologen auch auf die Beifuß-Ambrosie testen lassen“, rät Müller-Steinmann. „Am besten schon vor dem Saisonstart im August.“ Rechtzeitig erkannt, können Antihistaminika die Beschwerden lindern. Bei starken Reaktionen empfehlen Ärzte häufig auch eine Hyposensibilisierung. Dabei wird das Abwehrsystem der Betroffenen über einen längeren Zeitraum den Allergenen ausgesetzt und bildet so Antikörper. Die Symptome lassen daraufhin langfristig nach.

„Die beste Methode, eine Allergie zu vermeiden, ist, den Pollen aus dem Weg zu gehen“, sagt Müller-Steinmann. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund rät zum Beispiel, nur Vogelfutter zu kaufen, das keine Ambrosia-Samen enthält. „Allergiker können außerdem ihre Gärten auf Beifuß-Pflanzen kontrollieren. Diese einfach ausreißen und im Hausmüll entsorgen“, erklärt Müller-Steinmann.

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