Jugendlich glatt, zart und ebenmäßig, so wünschen sich viele Frauen aber auch immer mehr Männer ihre Haut. Ein fachlich qualifiziertes Peeling erfüllt diesen Wunsch. Dermatologen warnen davor, diese Behandlung durch unzureichend ausgebildete Anbieter durchführen zu lassen.

Chemische Peelings werden mit Säuren durchgeführt: In die Haut eindringende Fruchtsäure, Essigsäure oder Salicylsäure in unterschiedlicher Konzentration lässt das Eiweiß in der Haut gerinnen und löst die Verbindungen zwischen den Zellen, Schichten der Oberhaut – der Epidermis – werden abgelöst. Je tiefer die Säure eindringen kann, umso effektiver ist das Peeling.

„Die Wirktiefe der Säuren ist wiederum abhängig von der Konzentration der Säure, der Einwirkdauer und davon, wie stark die Substanz in die Haut eingerieben wird. Um diese Parameter richtig bestimmen zu können, bedarf es der Fachkenntnisse eines Hautarztes. Auch das entsprechend geschulte Praxispersonal darf oberflächlich peelen, jedoch nur bei Anwesenheit des Arztes in den Praxisräumen. Das Peeling geschieht tatsächlich mit der Stoppuhr in der Hand, um den Patienten vor einer zu tiefen Verätzung zu schützen“, erklärt die Berliner Dermatologin Dr. Gertraud Kremer dieses in Hautarztpraxen gängige Verfahren zur Verjüngung des Hautbildes. Voraussetzung für ein effektives und nebenwirkungsarmes Peeling ist die korrekte Bestimmung des Hauttyps, um so die für den gewünschten Behandlungserfolg richtige Methode auswählen zu können. Doch schon damit sind die diese Leistung anbietenden Laien häufig überfordert, da sie nicht über dermatologisches Fachwissen verfügen.

Eine weitere Gefahr: Das Peeling wird nicht gleichmäßig durchgeführt. „Unerwünschte Fehlpigmentierungen sind ein großes Risiko, wenn man ein Peeling von unzureichend ausgebildeten Personen durchführen lässt. Schon ein zu lang einwirkendes Oberflächen-Peeling kann zu einer Störung der Zellen führen, die den Hautfarbstoff Melanin generieren“, warnt die Spezialistin für ästhetische Dermatologie.

Grundsätzlich gilt: Je tiefer ein Peeling wirkt, umso stärker ist die Regenerationskraft der Haut und umso besser ist der Effekt – andererseits dauert es um so länger, bis die Epidermis sich erholt hat und nicht mehr wund erscheint. „Klassischerweise kann der Patient nach einem oberflächlichen Peeling direkt wieder auf die Straße gehen bzw. am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und seinem Beruf nachgehen. Ein solcher Eingriff dient lediglich der Erfrischung der oberen Hautschicht und findet häufig bei jugendlichen Aknepatienten Anwendung, um das gestörte Hautbild wieder besser erscheinen zu lassen“, so Kremer.

Doch auch bei Patienten, deren Hautstoffwechsel altersbedingt nicht mehr so gut funktioniert, bringe das oberflächliche Peeling einen hautverjüngenden Effekt. „Die Haut sieht danach einfach frischer aus“, beschreibt die Dermatologin das gewünschte Behandlungsergebnis. Auch kleinste Fältchen, Altersflecken und durch Sonnenlicht hervorgerufene Hautschäden lassen sich so einfach und effektiv beseitigen. „Nach einem mitteltiefen Peeling aber dauert es schon eine Woche bis zur Abheilung, und in dieser Zeit wird der Patient mit seiner geröteten Gesichtshaut sich nicht öffentlich zeigen wollen“, erläutert Dr. Kremer, die diese Art von Hauterneuerung grundsätzlich selbst vornimmt.

Noch tiefer wirkende Peelings, die mit Phenolverbindungen durchgeführt werden, kommen in Deutschland und Europa nur selten zum Einsatz. „Ein solches Tiefenpeeling erfordert eine Vollnarkose und resultiert in einer Auszeit von etwa sechs Wochen. Die so ausgelöste Straffung der Haut ist enorm und kommt einem chirurgischen Lifting gleich“, erläutert Kremer dieses besonders in den USA häufig angewendete Verfahren.

Quelle: BVDD

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