Besenreiser-Behandlung

Besenreiser sind eine Form von Krampfadern. Die kleinen Äderchen schimmern bläulich, violett und rötlich durch die Haut. Von Weitem wirken sie manchmal wie ein blauer Fleck. Schaut man jedoch genauer hin, entdeckt man die feinen Verästelungen. Diese ähneln den kleinen Ästen eines Reisigbesens – daher die Bezeichnung Besenreiser, oder auch Besenreiservarizen beziehungsweise Besenreiservarikose.

Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel

Gefährlich sind Besenreiser in der Regel nicht. Dennoch lohnt es sich, die tieferen Beinvenen auf Veränderungen zu untersuchen, wenn Besenreiser vorhanden sind. Denn diese haben die gleichen Ursachen wie ihre großen Geschwister, die Krampfadern. Im Gegensatz zu den Besenreisern können Krampfadern, die die größeren Gefäße betreffen, zu Entzündungen und Thrombosen führen. Das ist dann mehr als ein kosmetisches Problem und sollte von einem Facharzt untersucht und bei Bedarf behandelt werden.

Auffällig, aber harmlos

Besenreiser allein sind aber kein Grund zur Beunruhigung. Sie verursachen in der Regel auch keine Beschwerden – außer, dass manchen die Optik stört. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten, die kleinen Blutgefäße zu veröden. Dabei spritzen Ärzte ein Medikament direkt in die Vene oder verschließen die Gefäße von außen per Laser.

Übrigens sind Besenreiser keineswegs nur ein Problem der älteren Generation. Viele Frauen – und auch Männer – schließen bereits in ihren Zwanzigern damit erste Bekanntschaften.

Ursache oft erblich bedingt

Wie bei allen Krampfadern gibt es auch bei Besenreisern häufig eine erbliche Vorbelastung. Haben die Mutter oder sogar beide Elternteile Besenreiser, können auch die Kinder damit rechnen, diese im Laufe ihres Lebens zu entwickeln. Obwohl auch Männer vor den Venenveränderungen nicht geschützt sind, betreffen sie Frauen doch häufiger. Denn neben weiteren Faktoren wie Übergewicht und mangelnder Bewegung sorgt auch das weibliche Hormon Östrogen dafür, dass die Venen erschlaffen. Die Gefäße schaffen es dann nicht mehr, das Blut ausreichend weiter zu transportieren. Es versackt regelrecht in den Beinen, staut sich dort und sorgt dafür, dass die Venen ausleiern. Geschieht dies in den kleinen Blutgefäßen in der Nähe der Hautoberfläche, werden diese von außen als Besenreiser sichtbar.

Behandlung: Besenreiser entfernen

Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu ihren großen Geschwistern, den Krampfadern, sind Besenreiser nicht gefährlich. Sie treten meist an den Beinen, besonders an den Außenseiten der Oberschenkel, oberhalb der Kniebeuge, an den Innenseiten der Unterschenkel sowie an den Knöcheln auf. Schmerzen verursachen die erweiterten Äderchen in der Regel nicht. Besonders bei blasser Haut stechen sie gerade zu Beginn der Sommersaison jedoch ins Auge. Wen das nicht stört, braucht sich um seine Besenreiser weiter keine Sorgen zu machen.

Manche Betroffenen belastet dieses kosmetische Problem jedoch. Sie nehmen die Besenreiser als Makel an sich wahr, fühlen sich unwohl dabei, Bein zu zeigen und leiden auf diese Art unter den kleinen Gefäßveränderungen. Um Abhilfe zu schaffen, gibt es die Möglichkeit, die Besenreiser zu veröden. Sklerosierung heißt der Fachbegriff dafür. Dabei wird ein Mittel in die kleinen Adern gespritzt, das diese verklebt. Dadurch gelangt kein Blut mehr in die Gefäße und der Körper baut sie allmählich ab, sodass sie nach einigen Wochen nicht mehr zu sehen sind.

Farbstofflaser: schonend und effektiv

Eine Alternative zur Spritze bietet die Venenverödung per Laser. Diese Methode eignet sich auch bei besonders feinen Besenreisern. Das Licht des Lasers bewirkt dabei ebenfalls, dass sich die kleinen Äderchen verschließen und schließlich verschwinden. Dank moderner Geräte ist die Behandlung sehr schonend und dennoch hochwirksam. Der Farbstofflaser durchdringt die obere Hautschicht ohne sie zu beschädigen. Denn der Lichtimpuls wird fast ausschließlich vom roten Blutfarbstoff aufgenommen. Dort wandelt sich die Licht- in Wärmeenergie und verschweißt quasi die Vene an der betroffenen Stelle. Dieses Verfahren heißt im Fachbegriff selektive Photothermolyse. Durch die exakt angepasste Wellenlänge und Impulsdauer verschwinden so die Besenreiser, ohne dass das umliegende Gewebe in Mitleidenschaft gezogen wird. Feine Äderchen verschwinden so häufig bereits nach der ersten Behandlung. Bei stärkeren Rötungen zeigt sich eine deutliche Besserung. Hier kann es nötig sein, die Laserbehandlung zu wiederholen.

Besenreiser-Behandlung beim Hautarzt in Kiel - InformationenWeitere Informationen zur Besenreiser-Behandlung (PDF-Dokument)
Laser-Kombinations-Therapie beim Hautarzt in Kiel - InformationenInformationen zur Kombinations-Behandlung mit Lasern (PDF-Dokument)
Behandlung mit Farbstoff-Laser beim Hautarzt in Kiel - InformationenInformationen zur Behandlung mit Farbstoff-Laser (PDF-Dokument)

Laser-Behandlungen bei Ärzte-Workshops: Werden Sie Proband!

Wenn Sie Interesse haben, sich als Proband bei einem der Ärzte-Workshops der Kiel Medical Academy mit Lasern behandlen zu lassen, erhalten Sie hier weitere Informationen zu den Behandlungen, dem Ablauf, Terminen und Preisen.

Vorbeugen: Bewegen, bewegen, bewegen

Wer erblich vorbelastet ist, kann die Entstehung von Besenreisern vielleicht nicht völlig verhindern. Es gibt jedoch einiges, was sich gegen ihre Ausbreitung unternehmen lässt. Besonders Übergewicht und auch eine Schwangerschaft wirken sich negativ auf die Blutgefäße aus. Ebenso Bluthochdruck, der – wie der Name schon sagt – für einen erhöhten Druck in den Adern sorgt. Das belastet die Gefäße zusätzlich und lässt auch Besenreiser schneller entstehen.

Alltägliche Belastungen wie langes Stehen und Sitzen bei der Arbeit tragen ebenfalls dazu bei, dass sich Besenreiser entwickeln. Im Sitzen und Stehen müssen die Venen Höchstleistungen erbringen, um das Blut entgegen der Schwerkraft zurück zum Herzen zu pumpen. Bei Bewegung hingegen arbeiten die großen Muskeln mit und unterstützen die Gefäße.

Kleine Veränderungen für den Alltag

Wer seinen Job nicht im Gehen erledigen kann, hat dennoch meist Möglichkeiten, ein wenig mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Anstatt eine E-Mail zu schreiben, können Sie aufstehen und in das Büro des jeweiligen Kollegen gehen. Nutzen Sie nicht den Kopierer direkt neben Ihrem Büro, sondern den eine Etage höher oder tiefer. Benutzen Sie die Treppen statt des Aufzugs. Machen Sie in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang. Telefonieren Sie im Stehen und gehen Sie dabei immer wieder von den Zehenspitzen auf die Fersen und zurück. Diese Bewegung können Sie auch im Sitzen ausführen. Wenn möglich, legen Sie die Beine auch hin und wieder hoch. Ein kleiner Hocker unter dem Schreibtisch fällt nicht auf und verschafft Ihren Venen Erleichterung. Diese Übungen helfen übrigens nicht nur gegen Besenreiser, sie beugen auch Krampfadern vor.

Blutgefäße trainieren

Die Verbreitung von Besenreisern lässt sich auch mit „Sport“ für die Blutgefäße aufhalten oder zumindest verlangsamen. Dazu gehört alles, was die Durchblutung fördert. Wer seine Beine regelmäßig von unten nach oben warm und kalt abduscht, regt damit die Durchblutung an. Die Wärme sorgt dafür, dass sich die Gefäße weiten, durch die Kälte ziehen sie sich wieder zusammen. Sanfte Massagen mit einer Bürste verstärken den Effekt zusätzlich. Beim Gang in die Sauna sollten Menschen, die zu Besenreisern neigen, vorsichtig sein. Das entspannende Vergnügen ist kein Tabu, sollte aber nicht allzu häufig stattfinden. Außerdem ist das kalte Abduschen nach dem Saunagang besonders wichtig. Denn dabei ziehen sich die zuvor geweiteten Gefäße wieder zusammen.

Teilen Sie diese Informationen...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInShare on TumblrEmail this to someonePrint this page