Rosacea-Behandlung

Wenn das Wechselspiel von Wärme und Kälte die feinen Äderchen in den oberen Hautschichten zu stark strapaziert, können sie sich erweitern und schimmern dann rötlich wie ein Netz durch die Haut. Diese Erkrankung heißt Rosacea oder – im Frühstadium – auch Couperose. Meist treten diese „geplatzten Äderchen“ auf dem Nasenrücken und den Wangen auf, in manchen Fällen auch auf der Stirn.

Das Krankheitsbild der Rosacea am Beispiel einer Patientin des Hautarzt-Zentrums Kiel

Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel

Das Krankheitsbild der Rosacea

Das Krankheitsbild richtet sich nach dem Schweregrad der Rosacea, man unterscheidet drei Formen:

  • Rosacea teleangiektatica – besteht nur aus geweiteten Gefäßen und einer Gesichtsrötung, aber keinen Entzündungen und keinen Eiterpickeln.
  • Rosacea papulopustulosa – neben den erweiterten Gefäßen sind einzelne kleine Knötchen und Eiterpusteln zu finden.
  • Schwere Rosacea – die Entzündung umfasst das Bindegewebe, Talgdrüsen und Gefäßektasien, es entstehen große entzündliche Knoten und Infiltrate.
Diese Erkrankung verlangt neben den medizinisch notwendigen Therapien auch viele Pflegemaßnahmen von den Betroffenen. Sie sollten akzeptieren, dass diese Krankheit nicht vollständig heilbar ist, und dass sie eventuell einige Lebensgewohnheiten verändern müssen.

Die Ursachen der Erkrankung

Der Name Rosacea bedeutet „Rosenblütchen“ – das Gesicht „blüht“ geradezu auf. Neben den Rötungen, die durch erweiterte Blutäderchen entstehen, kann es durch Entzündungen auch zur Veränderungen an der Nase kommen.

Bis heute ist nicht völlig geklärt wie eine Rosacea entsteht. Sowohl die Erbanlagen als auch äußere Einflüsse scheinen die Erkrankung zu beeinflussen. Frauen scheinen häufiger als Männer betroffen zu sein.

Die Behandlung der Rosacea

Es gibt keine Heilungsmöglichkeit im engerem Sinne, jeder Betroffene muss sich darauf einstellen mit der Erkrankung dauerhaft zu leben. Man kann aber die Symptome, also die äußeren Merkmale der Erkrankung, gut behandeln. Niemand ist gezwungen, die Rötungen und Entzündungen einfach hinzunehmen.

Der Hautarzt entscheidet mit Ihnen zusammen, ob eine innere oder äußere Therapie notwendig ist. Falls sie Veränderungen der Augen (Brennen oder Fremdkörpergefühl) bemerken, sollten Sie zudem einen Augenarzt aufsuchen und ihm von Ihrer Hautkrankheit berichten.

Kosmetische und medikamentöse Behandlungen:
  • Metronidazol Creme oder Gel
  • Antibiotikahaltige Cremes oder Salben
  • Kosmetische Masken helfen der Haut sich zu entspannen
  • Systemische Antibiotikatherapie mit Minocyclin
Behandlungen mit medizinischen Lasern:
  • Verödung der erweiterten Blutäderchen mit dem Farbstofflaser, anschließend weniger Rötungen
  • der Smooth-Beam-Laser verkleinert die Talgdrüsen, dadurch kommt es zur Reduzierung der Papeln und Pusteln
Behandlungsbeispiel: Rosacea-Behandlung mit dem Farbstoff-Laser

Vor der Behandlung:

Rosacea vor der Behandlung mit dem Farbstoff-Laser am Hautarzt-Zentrum Kiel

Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel

Nach der Behandlung:

Rosacea nach der Behandlung mit dem Farbstoff-Laser am Hautarzt-Zentrum Kiel

Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel


(Die dargestellte Behandlung wurde 2013 am Hautarztzentrum Kiel durchgeführt.)

Ausführliche Patienten-Informationen zu den Behandlungen:

Informationen zur Kombinations-Behandlung mit Lasern (PDF-Dokument)
Informationen zur Behandlung mit Farbstoff-Laser (PDF-Dokument)

Was können Sie selbst tun?

Hautpflege:
  • Reinigung – keine Seife sondern nur milde Syndets bzw. Wasser
  • Pflegemittel – tagsüber am Besten eine Tages-Lotion mit hohem Wasseranteil und wenig Fett verwenden
  • Verboten sind: Peelings und Präparate mit Alkohol- bzw. Parfümanteil
  • Make up: ist erlaubt allerdings darf man nicht vergessen diesen vor dem Auftragen von medizinischen Cremes zu entfernen
Äußere Einflüsse kontrollieren:
  • meiden Sie lange Sonnenbäder; zusätzlich sollten Sie im Gesicht Sonnenschutzcreme ab LSF 40 verwenden
  • im Winter ist es wichtig, die Gesichtshaut vor Kälte zu schützen z.B. mit Kälteschutz-creme
  • darüber hinaus sollten Sie starke Temperaturschwankungen meiden, da Sie die Durchblutung der Haut fördern
Persönliche Möglichkeiten:
  • heiße und scharfe Speisen sowie Alkohol sollten gemieden werden, ansonsten gibt es keine weitere „Rosacea-Diät“
  • Sport ist erlaubt, Überanstrengungen sollten gemieden werden (bewahren Sie immer einen kühlen Kopf)
Bei plötzlichem Auftreten:
  • bei kurzfristigem Wiederauftreten von Rötungen hilft die Anwendung von Schwarzteeaufschlägen

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