Haare entfernen – mit dem Laser zu glatter Haut

Ob Brust, Rücken, Beine oder Bikinizone: Zieren Haare andere Körperstellen als unseren Kopf, sind sie uns dort alles andere als nicht willkommen. Sich immer wieder zu rasieren kann auf Dauer ganz schön lästig sein: Kaum ist die Haut einmal glatt, blitzen wenige Tage später schon wieder die nächsten Stoppeln hervor. Viele Menschen suchen daher nach langfristigeren Lösungen, um sich störender Körperbehaarung zu entledigen. Enthaarungscremes, Wachs und Epiliergeräte führen bereits zu länger sichtbaren Ergebnissen als die herkömmliche Rasierklinge. Eine noch nachhaltigere Methode bieten aber Dermatologen: Sie bringen unerwünschte Haare mit Lasern zum Verschwinden. Welche Art der Haarentfernung eignet sich für wen? Hier ein Überblick.

Bildnachweis: Medienbüro Medizin

Rasieren, Cremen, Wachsen, Epilieren

Und täglich grüßt… das Rasieren
Ohne Frage – unliebsamen Härchen mit dem Rasierer zu Leibe zu rücken, ist unkompliziert. Doch das ständige Bearbeiten der Haut mit der Klinge schluckt viel Zeit und führt zudem oft zu Verletzungen. Besonders wer zu empfindlicher Haut neigt, stellt nach der Rasur mitunter kleine Pickel auf seiner Haut fest, den sogenannten Rasierbrand. Damit das nicht so schnell passiert, beachten Sie beim Rasieren ein paar Regeln:

1. Die Klinge sollte immer scharf sein.
2. Langsam in Wuchsrichtung der Haare rasieren und nicht zu fest aufdrücken.
3. Im Zweifelsfall lieber trocken rasieren – das ist hautschonender als die Nassrasur.
4. Hinterher eine beruhigende Körperlotion auf die strapazierte Haut auftragen.

Dass es das Haarwachstum anregen würde, sich häufig zu rasieren, ist ein Irrglaube. Egal, wie oft Sie die Haare mit dem Rasierer traktieren: Nach spätestens drei Tagen sprießen sie wieder.

Enthaarungscreme löst Haare chemisch auf
Immerhin drei bis sieben Tage hält das Ergebnis bei Enthaarungscremes. Diese weichen die Hornsubstanz der Haare über chemische Prozesse auf. Wenige Minuten nach dem Auftragen der Creme brechen die Haare ab und lassen sich mit einem Schwamm abwischen. Auch Enthaarungscremes können aber zu Hautirritationen oder sogar allergischen Reaktionen führen. Daher sollten Sie sie immer erst an einer kleinen Stelle testen, bevor Sie sie großflächig anwenden. Wichtig ist auch, die Haut nach der Enthaarung gründlich von Rückständen der Creme zu reinigen.

Wachsen – Haarentfernung mit einem Ruck
Wer seine Haare mit Wachs entfernen lässt, kann sich nochmals deutlich länger über eine glatte Haut freuen: Das Ergebnis hält zwei bis vier Wochen. Der Grund dafür ist, dass Sie beim Wachsen das Haar mitsamt seiner Wurzel herausreißen, und nicht nur den Teil des Haares, der aus der Haut herausgewachsen ist. Für das Wachsen sollten die Haare mindestens einen halben Zentimeter lang sein. Dazu bestreichen Sie die betreffende Stelle mit flüssigem Warmwachs, drücken darauf einen Stoff- oder Plastikstreifen – und ziehen alles mit einem Ruck gegen die Haar-Wuchsrichtung ab. Der große Nachteil: Das ist äußerst schmerzhaft. Wer mutig genug ist, kann die Prozedur zu Hause durchführen. Um Hautreizungen und Haarwurzelentzündungen unwahrscheinlicher zu machen, ist aber ratsam, Profis in einem Kosmetik- oder Waxing-Studio ans Werk gehen zu lassen. Ganz verzichten sollten Sie auf eine Behandlung mit Wachs, wenn Sie zu trockener Haut und Neurodermitis neigen.

Epiliergeräte: Rotierende Pinzetten
Ein ähnliches mechanisches Verfahren, dessen Wirkung ebenso zwei bis vier Wochen anhält, ist die Enthaarung durch Epilierer. Auch Epiliergeräte gibt es für den Hausgebrauch. Sie arbeiten mit rotierenden Pinzetten, die die Haare ähnlich wie beim Wachsen mitsamt ihrer Wurzel aus der Haut ziehen. Auch ist mit Schmerzen verbunden – viele Geräte verfügen daher über integrierte Kühlpacks und Massagerollen, die die Haut betäuben und beruhigen sollen. Damit die Pinzetten sie fassen können, sollten die zu entfernenden Haare zwei bis fünf Millimeter lang sein. Am besten funktioniert das Epilieren direkt nach dem Duschen. Denn dann ist die Haut weich und die Haare lassen sich gut lösen.

Laser: Mit Licht den Haarwuchs stoppen

Wer seine Haut langfristig mit wenig Aufwand glatt halten möchte, sollte mit seinem Hautarzt über eine Laserbehandlung sprechen. Dermatologen verwenden zur Haarentfernung zum Beispiel den Alexandritlaser. Dieser sendet energiereiches rotes Licht auf die Haut. Sobald es auf die Haare trifft, leiten die Pigmente im Haarschaft es direkt in die Haarwurzeln. Dort wandelt sich das Licht in Sekundenbruchteilen in Wärme um, zerstört die Wurzeln und verschweißt die Blutgefäße, die sie versorgen. Die Haare werden damit nicht nur entfernt, sondern wachsen auch nicht mehr nach.

Da die Pigmente eine wichtige Rolle dabei spielen, das Laserlicht an sein Ziel zu leiten, ist die Haarfarbe entscheidend dafür, wie gut die Behandlung funktioniert. Die Faustregel: Je dunkler, dicker und kräftiger ein Haar ist, desto einfacher lässt es sich entfernen. Für hellblonde oder weiße Haare eignet sich die Lasertherapie nicht.

Vor und nach der Behandlung mit einem Laser:

Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel

Fünf bis zehn Behandlungen
In einer Sitzung kann der Laser erfahrungsgemäß bis zu 20 Prozent der Haare im behandelten Bereich erfassen, denn er wirkt nur auf die Haare, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden. Der nächste Lasertermin findet dann in einem Abstand statt, der dem von Körperregion zu Körperregion unterschiedlichen Wachstumstempo der Haare angepasst ist: Bei Kinn und Oberlippe wird nach zwei bis drei Wochen erneut gelasert, in der Bikinizone und unter den Achseln nach etwa vier Wochen. Bei Beinen und Rücken sollten circa sechs bis acht Wochen verstreichen. Um 90 bis 95 Prozent der Haare zu entfernen, sind etwa fünf bis zehn Sitzungen nötig. Wie schnell die Behandlung zum Erfolg führt, ist auch von der Menge der Haare abhängig.

Die gute Nachricht: Hat der Laser die Haare einmal weitgehend entfernt, braucht es im Anschluss in der Regel maximal eine Laser-Sitzung pro Jahr, um den Effekt dauerhaft aufrecht zu halten. In vielen Fällen ist die Wirkung auch ohne Wiederholung ausreichend.

Bei Bedarf mit örtlicher Betäubung
Das Laserlicht wirkt zielgenau auf die Haare und beeinträchtigt die Haut nicht wesentlich. Dennoch ist die Haut direkt nach der Behandlung meist gerötet. Dies klingt aber nach wenigen Stunden wieder ab. Einige Patienten berichten, dass sich das Lasern selbst wie leichte Nadelstiche auf der Haut anfühlt, andere wiederum nehmen gar keine Schmerzen wahr. Auf Wunsch tragen Hautärzte daher eine örtlich betäubende Creme auf die zu behandelnden Körperregionen auf. Damit eignet sich die Behandlung auch für besonders sensible Stellen wie zum Beispiel die Oberlippe.

Winter ideale Behandlungszeit
Aus drei Gründen empfiehlt es sich, den Großteil der Laser-Termine in den Winter zu legen:

  • Die Haut sollte während der Behandlung nicht gebräunt sein, da sonst Pigmentflecken entstehen können.
  • Das Lasern macht die Haut empfindlicher gegen UV-Strahlen. Vier Wochen vor und mindestens zwei Wochen nach einem Lasertermin sollten Patienten ihre Haut nicht der Sonne aussetzen oder sie zumindest mit Lichtschutzfaktor 50 schützen.
  • Der betreffende Körperbereich darf zwölf Tage vor dem Termin nicht rasiert und zwei Wochen vorher nicht gezupft werden.

Hypertrichose – Damenbart – Hirsutismus
Mit einer Laserbehandlung lassen sich auch bei übermäßigem Haarwuchs (Hypertrichose) und Damenbart gute Ergebnisse erzielen. Auch bei Hirsutismus – davon sind Frauen betroffen, die am gesamten Körper zu einer männlich wirkenden Behaarung neigen – ist der Laser eine wichtige Säule der Behandlung.

Haarentfernung mit dem Laser beim Hautarzt in Kiel - InformationenWeitere Informationen zur Haarentfernung mit dem Laser (PDF-Dokument)
Super Hair Removal (SHR) - InformationenInformationen zur Technik des Super Hair Removal (SHR) (Zeitschriftenartikel als PDF-Dokument)

Laser-Behandlung bei Ärzte-Workshops: Werden Sie Proband!

Wenn Sie Interesse an einer Behandlung mit Lasern haben, können Sie sich auch als Proband bei einem der Ärzte-Workshops der Kiel Medical Academy anmelden. Sie erhalten hier weitere Informationen zu den Behandlungen, dem Ablauf, Terminen und Preisen.

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