Das Fußballspiel im Park, der Ausflug auf den Spielplatz oder die Arbeit im heimischen Garten – in den Frühlingsmonaten kann all das zu Hautausschlägen und Atembeschwerden führen. Verursacher der allergischen Symptome: die haarige Raupe des Eichenprozessionsspinners. Hilfe bekommen Betroffene bei Hautärzten und Allergologen.

Schon Anfang Mai sind die Eichenprozessionsspinner geschlüpft – zusammen mit dem Austrieb der Eichen. Die Tiere hängen tagsüber in großen, spinnennetzartigen Gespinsten von den Eichen hinab. „Ende Mai bis Mitte Juni sind die Raupen in einem für den Menschen besonders gefährlichen Stadium. Denn dann bilden sie ihre stark reizenden und eventuell auch allergieauslösenden Brennhaare“, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Diese sind sehr fein. Sie bleiben mit ihren Widerhaken an der Kleidung hängen, können aber auch über die Luft direkt in die Atemwege gelangen.“

Beim Kontakt mit den Brennhaaren kann die Haut anfangen zu jucken und Quaddeln bilden. Gelangen die Härchen in die Augen und Atemwege, können sie dort Entzündungen hervorrufen. „Sehr empfindliche Menschen leiden dann unter asthmatischen Beschwerden, Schwindel oder Übelkeit“, sagt Müller-Steinmann.

Wer plötzliche allergische Reaktionen bei sich oder seinem Kind bemerkt, sollte direkt einen Arzt aufsuchen. „Hautärzte und Allergologen können die Symptome zum Beispiel mit Antihistaminika lindern“, berichtet Müller-Steinmann.

Generell gilt: Wer am Wegesrand oder im eigenen Garten Gespinste der Raupen entdeckt, sollte diese meiden. Keinesfalls die Tiere selbst entfernen – die Brennhaare werden nur unnötig aufgewirbelt. Es gibt Fachfirmen, die diese Arbeit übernehmen. Kommen Personen dennoch mit den Haaren in Kontakt, sollte die Kleidung sofort bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. „Betroffene Hautstellen vorsichtig mit Wasser und Seife abspülen und anschließend kühlen“, rät Müller-Steinmann.

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