Dr. Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe aus Kiel, ist von einer einwöchigen Reise nach Bogotá, Kolumbien zurückgekehrt. In dem südamerikanischen Land hat er die „Fett-weg-Spritze“ eingeführt. Damit gehört Kolumbien nun zu den über 60 Staaten weltweit, in denen Ärzte kleinere unerwünschte Fettpölsterchen mit einer subkutanen Injektion zum Schmelzen bringen.

Obwohl der in dem Medikament enthaltene Stoff Phosphatidylcholin in Deutschland schon seit 1959 bekannt ist, ist die „Fett-weg-Spritze“ eine sehr junge Therapie: Zuerst setzte man den Wirkstoff nur zur Prophylaxe von Fettembolie und gegen Lebererkrankungen und Atherosklerose ein. „Fast ein halbes Jahrhundert sollte es dauern, bis man in Europa und den USA begann, sein Potenzial als Fettauflöser auch für ästhetische Zwecke zu nutzen“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Mitglied des Medical Advisory Board des Netzwerk Lipolyse Deutschland.

Ab 2005 expandierte die neue Methode gegen Doppelkinn, Cellulitis und Co über den gesamten Globus, von Taiwan bis Saudi-Arabien. Die hauptsächliche Triebfeder hierbei: das heute über 2000 Mitglieder zählende Netzwerk Lipolyse als internationaler Zusammenschluss der die „Fett-weg-Spritze“ anwendenden Ärzte. Die Vereinigung etablierte international gültige Therapiestandards und –protokolle, unterstützt Forschungen und bildet Ärzte aus und weiter.

Müller-Steinmann hat nun den leitenden plastischen Chirurgen Kolumbiens, Dr. Gabriel Alvarado, in die Spritztechnik eingeführt. „Risiken sind so gut wie keine bekannt“, erläutert der Dermatologe, der auch in Deutschland Ärzte zur Injektions-Lipolyse ausbildet. „Die Nebenwirkungsrate beträgt aktuell 0,0017 Prozent, resultierend aus Behandlungsfehlern. Kein Wunder also, dass die Methode weltweit immer mehr Anhänger findet.“

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