Clementinen auf dem Weihnachtsteller, kandierte Äpfel vom Weihnachtsmarkt oder ein leckerer Obstsalat zwischendurch – frische Winterfrüchte versorgen unseren Körper mit den nötigen Vitaminen und stärken das Immunsystem. Wen nach dem Verzehr unerwartet Bauchschmerzen, Übelkeit oder Sodbrennen plagen, der sollte auf diese Leckereien allerdings besser verzichten. Denn dann liegt häufig eine Fruktose-Unverträglichkeit vor.

„Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Lebensmittel, die Fruchtzucker enthalten“, erklärt Dr. Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. Der Fruchtzucker wird von bis zu 30 Prozent der Menschen nicht vertragen. Er wird im Darm nicht ausreichend aufgenommen und kann durch Gärung im Dickdarm Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall verursachen. In einigen Fällen entsteht die Erkrankung auch durch eine bakterielle Fehlbesiedelung des Darms.

Hilfe bekommen Betroffene beim Arzt. Dieser kann mit einem Atem-Test eine Intoleranz feststellen. Liegt diese vor, hilft in der Regel nur, den Fruktose-Konsum einzuschränken. Dr. Müller-Steinmann rät: „Achten Sie auch bei Light-Produkten, Konserven und Softdrinks auf die Zutatenliste. Sie werden oft mit fruktosehaltigen Süßungsmitteln versetzt. Zudem sollten Sie Obst erst nach den Mahlzeiten, etwa als Nachtisch, essen.“

Fett und Eiweiß bewirken, dass der Fruchtzucker langsamer aufgenommen wird. Das schont den angeschlagenen Darm. Zu den Obstsorten die wenig Fruchtzucker enthalten und somit als gut verträglich gelten, zählen unter anderem Bananen, Aprikosen und Beerenfrüchte.

Wenn die Diagnose feststeht, helfen Ernährungsexperten den Betroffenen, ihre Essgewohnheiten umzustellen. „Oft wirken Sie der Symptomatik schon entgegen, wenn Sie kurzfristig auf Produkte verzichten, die viel Fruktose enthalten“, ergänzt Müller-Steinmann. Kein Grund, in der Vorweihnachtszeit den Kopf in den Sand zu stecken: Eine Schale mit Nüssen und heißen Maronen schmeckt lecker und darüber freut sich auch der Darm.

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