Unsere Füße tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich viermal um die Erde. Das kann sie stark belasten: Rissige Stellen und Schrunden an den Fußsohlen, sogenannte Rhagaden, können dafür sorgen, dass jeder Schritt schmerzt. Besonders im Sommer trocknen die Fersen schnell aus. Zusätzlich strapaziert Fußschweiß die Haut. Eine Extraportion Pflege hilft, die Füße gesund zu halten.

Rhagaden entstehen vor allem am Fußrand und an der Ferse, wo sich vermehrt schützende Hornhaut bildet. Fehlen natürliche Feuchthaltefaktoren, wird die Haut immer trockener. Dann kann die Hornschicht aufplatzen und rissig werden. „Schrunden können aber nicht nur die unbelebte Hornhaut betreffen“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Facharzt für Dermatologie und ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Die spaltenartigen Risse können bis in tiefere Hautschichten reichen und erhebliche Schmerzen verursachen.“

Um rissiger Haut vorzubeugen, die Füße am besten nur mit milden, rückfettenden Produkten reinigen und sie zweimal täglich großzügig eincremen. „Am besten eignen sich daher Produkte, die Feuchthaltefaktoren enthalten“, rät Müller-Steinmann. „Dazu gehören zum Beispiel Harnstoff, Ammoniumlactat und Glycerin.“ Fettsalben hingegen dichten die Haut zu stark ab, sodass Schweiß nicht ausreichend verdunsten kann. Fruchtsäurepeelings haben wiederum einen positiven Effekt: „Sie können übermäßig haftende Hornzellen auf der Haut lockern und so die Feuchtigkeitsspeicherung verbessern“, erläutert der Dermatologe.

Wenn sich bereits Hautrisse zeigen, ist ein Besuch beim Hautarzt empfehlenswert. Dieser kann andere Ursachen, wie Fußpilz oder Schuppenflechte, ausschließen. „Schmerzhafte Rhagaden behandeln wir in der Regel mit einer stark harnstoffhaltigen Salbe“, so Müller-Steinmann. „Sind Bakterien oder Pilze im Spiel, kann ein Antibiotikum oder Antimykotikum helfen.“ Bis die rissigen Stellen verheilt sind, sollten Patienten die Füße möglichst entlasten und sie gut pflegen.

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