Schöne Haut

Das große Lifting

Tiefgreifende Aktion auf sensiblem Terrain

Das große Lifting zielt darauf, die Haut des gesamten Gesichts und des Kinns zu straffen und zu glätten. Dazu setzt der Chirurg die Einschnitte vor den Ohren und an der Stirnhaar-Grenze. Dann hebt er Ober- und Lederhaut nahezu im gesamten Gesicht von der Unterhaut ab. Anschließend wird die abgelöste Schicht bis zu den Ohren gerafft, überschüssige Länge abgeschnitten und fein vernäht.

Bei dieser tiefgreifenden Aktion dürfen schließlich keine sichtbaren Narben entstehen, die Gesichtszüge dürfen sich nicht über die Straffung hinaus wandeln, und die Beweglichkeit des Gesichtes darf nicht leiden. Denn Mimik und Ausdruck, gesteuert von einer kaum überschaubaren Zahl von Muskeln, würde andernfalls einem harten, versteinerten Ausdruck weichen.

Blutiger Eingriff

Diese Prozedur ist ein gravierender Eingriff, der eine Vollnarkose voraussetzt. Nach dieser Operation sieht die Kandidatin aus wie nach einem schweren, verlorenen Boxkampf. Doch die Schmerzen und die Blutergüsse heilen in zwei bis vier Wochen ab.

Haut gedehnt, aber nicht elastischer

Bei einem erfolgreichen Lifting wird die Haut zweifellos gestrafft, schließlich schneidet der Arzt ein Teil davon heraus. Doch in der Substanz gewinnt die Haut keine Elastizität zurück. Es besteht also die Gefahr, daß die weniger elastische, verkürzte Haut an Flexibilität, an Beweglichkeit einbüßt, so daß sich der Spielraum für die Mimik einschränkt.

Das zweite Risiko des Unternehmens „Lifting“: Nerven können verletzt und durchtrennt werden. Die Folge wäre Taubheit oder Lähmung der Hautpartie, für die der Nerv zuständig ist.

Auch beim Lifting: Maß halten

Ein Facelifting ist eine aufwendige, mit Risiken behaftete Operation. Das Ergebnis sollte in einem angemessenen Verhältnis dazu stehen. Und nicht zuletzt sollte das Ergebnis überzeugen: Das neue Gesicht sollte schön aussehen und nicht nach Lifting. Es sähe wohl wenig plausibel und wenig schön aus, einer gestandenen Dame ein Pubertantengesicht zurechtzuschneidern.

Vermutlich bremsen auch hier die Honorarvorstellungen der Ärzte die Leichtfertigkeit der meisten Interessentinnen: Ein komplettes Lifting kostet viel; und die Krankenkasse hält sich dabei vornehm zurück.

Das kleine Lifting

Haut kürzen zum Glätten

Nicht immer genügt es, die Haut abzuschleifen, um Falten in den Griff zu bekommen. Sollen sie dann weg, hilft im Grunde nur eines: Die Hautpartie, die sich mangels Elastizität nicht mehr vollständig zusammenzieht, muß ein wenig gekürzt werden. Das jedoch bedeutet bereits einen chirurgischen Eingriff.

Solch eine operative Verkürzung faltiger Areale muß nicht das gesamte Gesicht in Form eines großes „Liftings“ (wörtlich „Anheben“) betreffen; kleinere Korrekturen bedürfen auch nur eines kleineren Liftings. So läßt sich eine Lifting-Operation gezielt an verschiedenen kleineren Regionen durchführen, zum Beispiel am Kinn, wenn dort eine Falte den Eindruck eines Doppelkinns vermittelt oder überhaupt die Faltenbildung in diesem Areal stört. Oder an den Augen, wenn das erschlaffte Oberlid auf die Wimpern herabsinkt (Schlupflid).

Schlupflider ade

Beim Lifting der Augenlider entfernt der Arzt ein ellipsenförmiges Stück Haut aus dem Oberlid – gerade so viel wie überschüssig – und vernäht anschließend die Ränder. Die Narbe ist meist kaum oder gar nicht sichtbar.

Tränensäcke an den Unterlidern lassen sich auf entsprechende Art korrigieren; oder aber auf eine neue Weise. Seit einiger Zeit lassen sich Tränensäcke auch von innen, von der Bindehaut aus, ohne sichtbare Narben raffen.

Zwar benötigen Eingriffe zur Korrektur von Schlupflid oder Tränensäcken nur kleine Schnitte, doch die Prozedur verläuft gleichwohl unter Vollnarkose. Wer könnte ruhig dabei zuschauen, wie mit dem Skalpell rund ums Auge gearbeitet wird. Dadurch gerät auch ein wenige Millimeter kleiner Eingriff zu einer größeren Aktion, die sich nicht mehr ambulant machen läßt.

Blaue Augen für die Schönheit

Für einige Wochen nach dem Eingriff schmücken blaue Augen das Gesicht. Diese Nebenwirkung geht unvermeidlich mit der Schönheitsoperation einher, da das Blut, das aus durchtrennten Äderchen ins Gewebe übertritt, die bekannte Farbe gibt, bis es langsam abgebaut wird.

Tiefgreifend: Umbau von Nase und mehr

Die plastische Chirurgie vermag darüber hinaus tiefgreifende Korrekturen an Nase, Ohren und mehr zu verwirklichen, wie nicht zuletzt die Regenbogenpresse am Beispiel von Popstars und Prominenten immer wieder vorführt. Doch sind es aufwendige, blutige chirurgische Eingriffe mit allen Risiken solcher Operationen. Leichtfertigkeit wäre hier auf jeden Fall fehl am Platz. So gesehen bewahren vielleicht die Kosten für eine kosmetische Operation vor unbedachten Entscheidungen: Kleinere Korrekturen kosten je nach Art und Umfang einige tausend Mark, nach oben scheint kaum eine Grenze gesetzt.

Der Orangenhaut Beine machen

Unglücklich wegen Cellulitis

Die Orangenhaut, Cellulitis genannt, macht viele Frauen unglücklich über ihre Beine: Die Haut zeigt eine Oberflächenstruktur ähnlich der einer Apfelsine.

Die Ursache der Cellulite: Damit das Fettgewebe in der Unterhaut genügend Halt findet, ist es vom Bindegewebe in kleine Abteilungen gegliedert. Jede dieser Waben kann Fett speichern und wird von der festeren Trennwand in Form gehalten. Gilt es, mehr Fett zu speichern, nehmen diese Waben an Volumen zu. Doch die stabileren Trennwände passen sich dem nicht an – die einzelnen Bindegewebszüge halten die Haut auf konstanter Höhe, während die Fettspeicher im Inneren jeder Wabe die Oberfläche ein wenig emporheben. Darüber hinaus drücken die gespannten Trennwände auf die darin verlaufenden Lymphgefäße. Sie sollen überschüssige Flüssigkeit und Schlacke abtransportieren. Das fällt ihnen, wenn abgedrückt, natürlich schwer. Im Ergebnis lagert sich in den Zwischenräumen zum Fett zusätzlich noch Flüssigkeit an. Und schon ist das charakteristische Muster der Orangenhaut entstanden.

Als wäre das nicht genug, paßt sich das Bindegewebe der Unterhaut obendrein der Belastung an, indem es sich verstärkt und verdickt. Nach einiger Zeit läßt sich das nicht mehr rückgängig machen.

Die Frühmenschen störten sich daran sicherlich wenig, sondern freuten sich allenfalls über die gespeicherten Vorräte. In Zeiten allzeit gefüllter Kühlschränke dagegen stört dieses rein optische Problem des Wabenmusters auf der Haut.

Cellulitis: für Männer kein Thema

Fast immer trifft die Cellulite Frauen. Das liegt daran, daß bei Frauen der Anteil an Unterhautfettgewebe etwa doppelt so hoch ist wie bei den Männern (Frauen: etwa 30 Prozent des Körpergewichts, Männer: nur rund 15 Prozent des Körpergewichts). Die Ursache: Das weibliche Sexualhormon ist an der Ausbildung des Unterhautfettgewebes maßgeblich beteiligt. Bei einer Tendenz zu Orangenhaut kann deshalb die Anti-Baby-Pille, ein Bündel weiblicher Sexualhormone, die Entwicklung fördern.

Orangenhaut vorbeugen

Was hilft gegen Cellulitis? Auch hier gilt wieder: Vorbeugen ist die beste Medizin. Zuerst müssen überzählige Pfunde herunter. Und das so schnell wie möglich, denn je länger das Bindegewebe überbeansprucht wird, desto stärker paßt es sich an die Belastung an und verfestigt sich. Auch Gymnastik und Bewegung sollten zum Programm gehören; denn dadurch verbrennt der Körper viele Kalorien, anstatt sie im Unterhautfettgewebe zu speichern. Außerdem modellieren straffe, wohltrainierte Muskeln die Beine, den Po und die Haut.

Was gegen Cellulitis hilft

Weitere Mosaiksteinchen zur Linderung der Cellulite: Massagen, Lymphdrainage und Wärmebehandlungen mit Tiefenwärme oder Infrarotlicht können helfen. Und Wechselduschen; sie erfrischen ungemein, bringen die Durchblutung auf Trab und unterstützen den Kampf gegen Cellulitis.

Und was leider gar nicht hilft

All die vielen Cremes und Wässerchen dagegen, die gegen Cellulitis angeboten und reichlich verkauft werden, magern leider allein den Geldbeutel ab, nicht aber die Beine. Denn durch Wirkstoffe außen auf der Haut läßt sich Orangenhaut leider nicht beeindrucken.

Fettzellen durchströmt

Wurden tapfer die Hilfsmittel gegen Cellulite wie Abnehmen, Sport und Gymnastik durchgehalten und die Wirkung genügt dennoch nicht? Dann muß noch nicht sofort das (Chirurgen-)Messer her. Ein anderes Verfahren heißt „Cellulolipolyse“ (rigoros übersetzt: „Zellen-Fett-Aufspaltung„ oder „-Auflösung“).

Die Kandidatinnen für diese Prozedur müssen ganz tapfer sein: Etwa 15 Zentimeter lange Nadeln werden unter die Haut gepiekst. Dann wird elektrischer Strom von Nadel zu Nadel durch das Fettgewebe geleitet, um so die Fettzellen zu verkleinern. Es bewirkt zweifellos mehr als Massagen, aber auch eindeutig weniger als die schärfste Waffe gegen die Cellulite, das Fettabsaugen.

Wenn es ganz dick kommt: Fett absaugen

In schweren Fällen (wie dem sogenannten „Reiterhosensyndrom“, wenn die Oberschenkel seitwärts unerfreulich ausladen) bleibt, um die Orangenhaut wirksam in den Griff zu bekommen, lediglich eine Operation zum Fettabsaugen: Ein Chirurg setzt dazu einige Millimeter lange Schnitte in die Haut und führt eine Sonde ein. Durch dieses Metallrohr werden dann überschüssige Fettzellen abgesaugt. Doch dieser blutige, chirurgische Eingriff birgt natürlich die Risiken einer jeden Operation und ist außerdem nicht gerade billig.

Laser gegen Falten

Moderne Zeiten: Laser gegen Falten

Es muß aber kein Sandstrahlgebläse sein, das Narben und Falten ebnet. Mittlerweile läßt sich dieser Effekt auch mit Hilfe der Lasertechnik erreichen. Ein Laser bündelt und dosiert extrem präzise Licht, eine Form von Energie.

Spezielle Laser (CO2-Laser oder Erbium YAG-Laser) senden ultrakurze, sehr heiße Infrarot-Blitze. Diese Energie dringt wenige tausendstel Millimeter in die Haut ein, wird dort vom Wasser absorbiert und in Wärme umgewandelt. Solch ein Lichtblitz und die Umwandlung in Wärmeenergie dauern wenige Mikrosekunden. Es fühlt sich an wie ein feiner Nadelstich.

Laserblitz löst feinste Hautschicht

Der Laserblitz und das verdampfende Wasser lösen an der Eintrittsstelle zwischen 0,004 und 0,1 Millimeter der obersten Hautschicht – gerade so viel, um zwar ein wenig Haut abzutragen, aber keine Narbe zu hinterlassen.

Auch nach dieser Behandlung kann die Haut oberflächlich bluten, so daß Schorf entsteht. Die Heilung dauert dann etwa zwei Wochen.

Meist genügt es, sich einmal vor den Laser zu setzen. Bei Bedarf läßt sich das Verfahren aber beliebig oft im Rhythmus von etwa vier Wochen wiederholen, so daß das gewünschte Ziel in mehreren Schritten erreicht wird.

Nebenwirkungen müssen auch bei dieser Laserbehandlung, wie immer in der Medizin, berücksichtigt werden: So führt die Prozedur in seltenen Fällen nicht zum gewünschten Erfolg. Ebenfalls selten kann es passieren, daß die behandelten Hautpartien heller oder dunkler bleiben als die übrige Haut.

Laserglättung nur auf blasser Haut

Vorprogrammiert wären Farbabweichungen, wenn man sich mit gebräunter Haut vor den Laser setzte, weil dann das Pigment durch die Behandlung zerstört würde. Deshalb achtet der Arzt darauf, daß seine Patientinnen die Laserbehandlung in gesunder Winterblässe beginnen und sich auch zwei Wochen danach konsequent vor Sonne schützen.

Teurer Spaß für schöne Haut

Die Krankenkassen zahlen zu solch einer Schönheitsbehandlung keinen Pfennig dazu, schließlich gehöre dies nicht zu der „ausreichenden Behandlung“ für jedermann. Also muß frau selbst in die Tasche greifen: Werden lediglich die Augenwinkel oder die Oberlippe geglättet, sind ungefähr 1.500 Mark fällig; wird das gesamte Gesicht gelasert, stehen rund 5.000 Mark auf der Rechnung.

Feinschliff für die Haut

Glatt geschliffen

Eigentlich hört es sich recht grob an, von der Haut so viel abzuschleifen, daß sie glatt wird. Doch das gibt es in der Tat. Dafür haben einige Hautärzte spezielle Instrumente mit dem ehrfurchtgebietenden Namen „Microdermabrasionsgerät“ (wörtlich: „Fein-Haut-Abschleif-Gerät“). Es ist ein sehr starkes Gebläse, das mit dem scharfen Luftstrom feine Kristalle extrem schnell auf die Haut bläst, so daß Hautpartikel nach und nach abgetragen werden. Fein gesteuert, läßt sich exakt regeln, wieviel der Haut abgetragen wird. Falten und Narben lassen sich auf diese Weise glätten.

Je nach Anzahl und Tiefe der Falten genügen oft zwei bis drei Sitzungen, es können sich aber auch bis zehn dieser Sitzungen aneinanderreihen.

Eine Strapaze nicht nur für die Haut

Als ein reines Vergnügen wird diese Behandlung wohl niemand empfinden; es läßt sich leicht vorstellen, daß es schmerzt, die Haut derart traktieren zu lassen. Bei Bedarf hält ein Hautarzt aber eine Creme bereit, die die zu schleifenden Hautflächen örtlich betäubt.

Vorübergehend bleibt die Schönheit ein wenig beeinträchtigt: Weil kleine Adern in der Haut mit angeschliffen werden, blutet die behandelte Fläche ersteinmal. Und während der nächsten ein bis zwei Wochen zeigt die Haut durch ihre Rötung, daß sie dabei ist, sich zu regenerieren.

Training führt zu straffer Haut

Dieses Verfahren wirkt nicht allein durch das Abschleifen. Zusätzlich verstärkt sich die Haut, denn sie reagiert auf die wiederholte Reizung durch den schleifenden Luftstrom. Auch hier stärkt der Körper die Teile, die einer Belastung widerstehen müssen. Die Unterhaut verdickt sich deshalb und die Haut gewinnt an Straffheit.

Eigenfett-Unterspritzung

Kleiner Umbau: Falten mit eigenem Fett anheben

Nahezu genau so wie die Faltenanhebung mit Hilfe von Rinderkollagen funktioniert auch das Verfahren der Eigenfett-Unterspritzung: Auch hier werden Falten geglättet, indem Material im Bereich einer Falte unter die Haut gespritzt wird. Dadurch hebt sich der Faltengrund, und das Hautrelief verflacht. Das Material indes ist keine Zubereitung auf der Basis von Rinderkollagen, sondern körpereigenes Fettgewebe, das zuvor an anderer, unauffälliger Stelle entnommen wurde.

Ein Vorteil dieses Verfahrens liegt auf der Hand: Allergische Reaktionen können nicht auftreten, schließlich handelt es sich um körpereigenes Material.

In der Praxis wird diese Technik indes selten eingesetzt, weil die Resultate bisweilen nicht präzise genug zu steuern sind und oft nicht ausreichend lang andauern; denn der Körper baut sein Fett dort wieder ab, wo er es nicht haben will.

Wenn die Härchen stören

Sobald die Temperaturen steigen und frau mehr Bein zeigt, fällt der Blick auf den Flaum am Bein.

Sanft: der Trick mit der Farbe blond

Je dunkler die Haare, desto mehr fallen sie ins Auge. Und da steckt auch schon der gute Rat: Mit einem Haarfärbemittel des Typs platinblond lassen sich die dunklen Härchen nahezu unsichtbar machen. Der Trick mit der Farbe hat außerdem den Vorteil, daß die Beine nicht kratzen wie ein unrasiertes Männerkinn, sobald die Härchen nachwachsen.

Radikal: viele Wege, den Flaum zu entfernen

Wer seine Haare ganz entfernen möchte, hat mehrere Möglichkeiten zur Auswahl:

  • chemische Enthaarungsmittel
  • rasieren
  • auszupfen
  • elektrisch veröden (Haarwurzeln gezielt mit feinem elektrischen Strom abtöten)
Chemische Enthaarung

Nicht von Dauer, aber schnell gemacht: die Entfernung der Haare durch Enthaarungscremes oder -sprays. Dabei löst sich das Hornmaterial in der Haarwurzel auf. Das Verfahren geht schnell und schmerzt nicht.

Die Nachteile der chemischen Enthaarung:

  • Neben dem Hornmaterial des Haares wird auch die Hornschicht der Haut angegriffen, was zu Reizungen führen kann. Es gilt darum, das Mittel sorgsam abzuspülen.
  • Die Mittel wirken im basischen Milieu (chemisch das Gegenteil von sauer) und greifen deshalb den Säureschutzmantel der Haut an. Auf empfindlicher Haut machen sich Enthaarungscremes deshalb nicht so gut. Nach der Enthaarung unterstützt ein Tropfen Zitronensaft im Wasser den angegriffenen Säureschutzmantel der Haut.
  • Die Haarwurzel bleibt durch die Behandlung unbeschädigt, und die Haare wachsen wieder nach.
Die schnelle Rasur zwischendurch

Die meisten Männer plagen sich damit jeden Morgen: rasieren. Auch für die Beine ist die Rasur der wohl schnellste Weg zur Haarfreiheit. Allerdings: Diese Freiheit währt nicht lange. Die Haare wachsen nach und schieben ihre harten Schnittkanten stoppelig aus der Haut – ein „Drei-Tage-Bein“ entsteht. Dagegen hilft nur regelmäßiges Rasieren. Kleine Haarbalgentzündungen nach der Rasur sind nicht schlimm; mit einer antibakteriell wirkenden After-Shave-Lotion lassen sie sich behandeln. Fragen Sie einen erfahrenen Mann.

Härchen auszupfen

Haar für Haar gezupft…: Selbstverständlich läßt sich jedes Haar an den Beinen auch einzeln mit einer Pinzette auszupfen. Dazu bedarf es keiner chemischen Hilfsmittel, und es wachsen keine Stoppeln nach. Doch dieser Weg ist lang und dornenreich: jedes Härchen zeigt schmerzhaft, daß es eigentlich nicht gezupft werden möchte – und es gibt ziemlich viele dieser Härchen.

…oder den Pelz auf einmal ausgerissen: Diese Prozedur läßt sich deutlich beschleunigen, indem man Wachs oder Harz auf den Beinen aushärten läßt und es dann samt den darin verklebten Härchen mit einem kräftigen Ruck entfernt. Dabei steigt schon mal mit Fug und Recht das Wasser in die Augen.

Zwischen diesen beiden Extremen – Haar für Haar oder alle auf einmal – gibt es einen Zwischenweg: Spezielle Rupf-Apparate, die mit elektrisch angetriebenen Metallspiralen oder -plättchen die Haare einzeln festklemmen und auszupfen. Es funktioniert fast wie beim Rasieren, nur daß nicht Scherblätter die Haare abschneiden, sondern die Spiralen mit jeder Drehung einige Härchen einklemmen und herausziehen. Die Prozedur dauert etwas länger als eine Rasur, doch der Erfolg hält auch länger vor, schließlich müssen neue Haare nachwachsen anstelle der rasierten Stoppeln. Gleichwohl: Auch dieses Verfahren erfordert starke Frauen, ziept es doch recht deutlich.

Elektro-Epilation

Dauerhaft lassen sich Haare nur entfernen, wenn man die Haarwurzel abtötet. Die Methode heißt Elektro-Epilation: Eine dünne Metallnadel wird entlang des Haares in die Haarwurzel eingeführt, und durch einen Stromimpuls wird die Haarwurzel zerstört. Insgesamt dauert dies einige Zeit, weil eine Haarwurzel nach der anderen bearbeitet werden muß.

Hartnäckige Haare wachsen zudem trotzdem nach und die Behandlung muß wiederholt werden. In seltenen Fällen können auch kleine Narben zurückbleiben, falls die Nadel nicht genau dem Haarkanal gefolgt ist. Daher dient diese Behandlung insbesondere in Fällen von allzuheftiger Behaarung oder zum Beispiel im Kampf gegen einen Damenbart.

Ein wenig sanfter geht es mit einer Elektropinzette. Dafür passiert es dabei eher, daß eine Haarwurzel nicht auf Anhieb aufgibt, sondern zweimal gezupft werden muß.

Kollagen-Unterspritzung

Falten anheben mit Leih-Material

Die Technik, die Haut in den Falten ein wenig anzuheben und sie damit zu glätten, bedarf nur eines relativ kleinen ärztlichen Eingriffes. Als Material zum Anheben des Falten-Untergrundes dient Kollagen: das Bindegewebe von Rindern, das in seinem Aufbau dem des Menschen ähnelt. Vor dem medizinischen Einsatz wird es für seine neue Aufgabe aufbereitet. Anschließend wird es mit einer dünnen Nadel unter die Falten gespritzt, so daß sie sich zum Teil oder sogar vollständig der Höhe der übrigen Haut angleichen.

Diese Technik des Kollagen-Unterspritzens dient nich nur zum Anheben und Ausgleichen von Falten; mit etwas größeren Mengen dieses Materials lassen sich zum Beispiel auch Gesichtszüge modellieren, zum Beispiel die Oberlippe voller gestalten.

Nicht von Dauer: Kollagen-Korrekturen

Das hört sich herrlich einfach an, doch das Verfahren hat auch seine Grenzen: So wird das körperfremde Kollagen langsam wieder resorbiert, abgebaut. Der Effekt hält also lediglich eine begrenzte Zeit an: meist rund zwei Jahre, bei wenigen unglücklichen Patienten auch nur ein halbes Jahr. Dann muß diese Behandlung wiederholt werden, und damit ist auch eine neue, meist stattliche Rechnung fällig.

Wie bei jeder Behandlung mit körperfremden Substanzen besteht grundsätzlich auch hier das Risiko, daß der Körper eine Allergie entwickelt. Doch zum Glück treten solcherlei Komplikationen selten auf. Gleichwohl wird in der Regel vorab getestet: Vor dem Einsatz in sensiblen Bereichen wird probeweise ein wenig Kollagen in den Unterarm der Patientin gespritzt. Zeigt sich nach vier Wochen keine allergische Reaktion, verträgt die Kandidatin das Material.

Vorab: Allergiegefahr austesten

Wie bei jedem Eingriff sollte man auch vor einer Kollagen-Unterspritzung mit dem Arzt ausführlich über Verfahren und Risiken reden. Denn auch dieses Verfahren kann naturgemäß zu unangenehmen Überraschungen führen: So hat die Kollagenunterspritzung manchmal nicht den gewünschten Erfolg. Oder aber es bilden sich in seltenen Fällen kleine, wenige Millimeter messende, narbige Knötchen, die über Jahre oder gar für immer bleiben können.

Eine Frage der Schönheit

Besondere Tips gegen spezielle Probleme

Vorbeugen und Pflegen – das hält die kostbare Haut frisch und schön. Doch dann gibt es hier und dort ein paar spezielle Fragen der Schönheit, die mit Vorbeugung und Pflege allein nicht zu beantworten sind: Was läßt sich tun bei rauhen Händen oder behaarten Beinen, bei Cellulitis oder Schwangerschaftsstreifen? Im nächsten Kapitel finden Sie einige Antworten auf die Fragen der Schönheit.

Schönheitsoperationen

Vieles trägt zur Schönheit bei

Fältchen kommen und auch Falten. Einem wirklich schönen Gesamtbild, das sich von Charme und Selbstbewußtsein bis zum Glanz der Augen erstreckt, tun sie noch lange keinen Abbruch. Außerdem ist das der Lauf der Welt. Aber man kann der Natur ein wenig helfen: sowohl durch Vorbeugung als auch durch ärztliche Hilfestellungen.

Techniken der Schönheitschirurgie:

  • Kollagen-Unterspritzung
  • Eigenfett-Unterspritzung
  • Feinschliff gegen Falten
  • Oberflächenbehandlung mit Laser
  • Facelifting
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