Niesreiz und Nasenjucken sind für viele Allergiker die Miesmacher des Sommers. Heuschnupfen (allergische Rhinitis) kann auch die schönsten Sonnentage verderben. Doch nun erhält eine UV-Bestrahlung Einzug in die Praxis, die speziell dafür entwickelt wurde, Heuschnupfen-Beschwerden innerhalb von 14 Tagen für längere Zeit abzustellen.

In der Dermatologie ist Lichttherapie seit Jahren ein bewährtes Verfahren. „Die Ergebnisse lassen sich direkt auf die Nasenschleimhäute beim allergischen Schnupfen übertragen“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, leitender Arzt des Hautarztzentrums Kiel. Dabei wird die Nasenschleimhaut mit einem speziell zusammengesetzten Licht aus 5 Prozent UV-B, 25 Prozent UV-A und 70 Prozent sichtbarem Licht behandelt. Die Immunabwehr des Körpers wird durch das Licht verringert, die allergischen Symptome nehmen ab.

In einer Sitzung wird jedes Nasenloch circa zwei bis drei Minuten lang mit „Rhinolight“, dem klinisch getesteten, schmerzfreien Verfahren, belichtet. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass bereits nach drei bis vier Sitzungen die Beschwerden jeweils nahezu verschwunden waren. Für die nachhaltige Wirkung haben sich sechs Sitzungen innerhalb von 14 Tagen bewährt. Die einzige bislang beobachtete Nebenwirkung ist, dass die Nasenschleimhäute vorübergehend etwas trocken werden. Dies lässt sich leicht mit Nasenöl behandeln.

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