Ein kleiner Anker auf dem Oberarm, eine Schlange am Fußgelenk oder ein „Arschgeweih“ – Tätowierungen sind dauerhaft und lassen sich nicht einfach abwaschen. Wenn die Jugendsünden von damals im Alter keinen Gefallen mehr finden, können Ärzte sie mithilfe von Lasern entfernen. Das gilt beispielsweise ebenfalls für misslungene Augenbrauenformen, die mit Permanent-Make-up aufgemalt wurden.

Der Neodym-YAG-Laser und der Rubin-Laser arbeiten mit energiereichem Licht. Dieses durchdringt die Haut und wird in den Pigmenten der Tattoo-Farbe absorbiert. Dort wandelt es sich in Sekundenbruchteilen in Wärme um und baut so die Farb-Pigmente ab. „Je nachdem, welche Farben die Tätowierer verwendet haben und wie groß die Tattoos sind, benötigen wir mehrere Sitzungen, um das gesamte Kunstwerk vom Körper zu entfernen“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrum Kiel. „Tattoos mit schwarzer oder blauer Farbe lassen sich besser lasern als bunte Tätowierungen.“

Die Sitzungen sollten bevorzugt im Winter stattfinden, wenn die Haut nicht gebräunt ist. So können keine natürlichen Pigmente zerstört werden. „Ansonsten ist es möglich, dass der einst blaue Delfin als weißes Negativbild des Tattoos erscheint“, sagt Müller-Steinmann. Weiterhin rät der Dermatologe Patienten, zwischen den einzelnen Behandlungen Pausen von wenigstens 30 Tagen einzuhalten, damit der Körper die zerstörten Pigmente abbauen kann.

Müller-Steinmann merkt jedoch an: „Es gibt Farben, die sich mithilfe des Lasers nicht oder nur schwer entfernen lassen. Damit diese auf der Haut besser leuchten, mischen die Hersteller oft Eisen- oder Titanoxid in die Tinte.“ Behandeln Ärzte die Tätowierungen dann mit Laserlicht, können die Bilder sogar noch nachdunkeln. Daher sollten Patienten, die ihre Körperbemalung los werden möchten, ihren Arzt bitten, zunächst an einer Stelle zu testen, ob die Laser-Behandlung funktioniert, rät Müller-Steinmann.

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