Entzündliche Pusteln, auffällige rote Flecken und eine unschön geäderte Gesichtshaut – damit wollte Frank S. sich nicht mehr abfinden. Seit zehn Jahren leidet der 48jährige unter der chronisch-entzündlichen Hauterkrankung Rosacea. Jetzt fühlt er sich dank einer Lasertherapie wieder wohl in seiner Haut.

Eine auffällig gerötete Gesichtshaut hat der Hauterkrankung Rosacea – „Rosenblüte“ – ihren Namen gegeben: Anstrengung oder Aufregung, kalte Luft ebenso wie Hitze oder ein scharf gewürztes Essen lassen das Gesicht hochrot „aufblühen“. „Schon geringfügige Auslöser führen zu einer Erweiterung der Blutgefäße in der Haut“, erklärt Dr. Hermann Rudolphi, Hautarzt in Oberhausen. Die Haut wird stärker durchblutet und rötet sich.

Lässt im vierten bis fünften Lebensjahrzehnt die Spannkraft der Gefäße nach, bleiben die Rötungen vor allem an Nase, Wangen, Stirn und Kinn dauerhaft bestehen und rote Äderchen werden sichtbar. Entzündliche Pusteln können hinzukommen. Die chronisch-entzündliche Hauterkrankung kann in Schüben immer weiter fortschreiten. Im Spätstadium können sich entstellende Wucherungen der Talgdrüsen und des Bindegewebes bis hin zum Rhinophym („Knollennase“’) entwickeln.

„Viele Betroffene leiden sehr unter den auffälligen Hautveränderungen“, berichtet Dr. Rudolphi und rät, sich frühzeitig bei einem Hautarzt geeignete Medikamente empfehlen zu lassen.

Frank S. hat eine Behandlung seiner Hauterkrankung leider einige Jahre „schleifen lassen“, wie er heute bedauert – bis die Pusteln, Rötungen und Äderchen ihn immer stärker belasteten. Die Aufklärungskampagne „Aktiv gegen Rosacea“ sensibilisierte ihn jetzt dafür, dass eine dermatologische Therapie für ihn sinnvoll und dringend notwendig sei. Neben einer medikamentösen Behandlung entschloss sich Frank S., eine Lasertherapie durchführen zu lassen.

„Bei dauerhaften Rötungen und erweiterten Äderchen ist der Laser ein wichtiger Therapiebaustein“, betont Dr. Rudolphi. Mittels YAG- oder Farbstofflaser können kosmetisch störende Blutgefäße nachhaltig zerstört werden. Während des anschließenden Heilungsprozesses sind nach der Behandlung mit dem YAG-Laser Schwellungen und mit dem Farbstofflaser blaue Punkte sichtbar. Manche Patienten fühlen sich dadurch für einige Tage nur eingeschränkt „gesellschaftsfähig“ – „deshalb nicht unmittelbar vor einem wichtigen Ereignis lasern lassen“, rät Dr. Rudolphi. Um unschöne Pigmentflecken zu vermeiden, sollte die Haut vor dem Eingriff nicht gebräunt sein und einige Wochen danach gut vor UV-Licht geschützt werden. Spätherbst und Winter sind daher die optimale Behandlungszeit. „Wer eine Laserbehandlung in Erwägung zieht, sollte sich jedoch jetzt schon ausführlich informieren und von einem erfahrenen Hautarzt beraten lassen, damit ausreichend Zeit für die Therapieplanung bleibt“, rät Dr. Rudolphi.

Der Dermatologe empfiehlt eine schrittweise Behandlung in mehreren Sitzungen, um die Dosierung optimal an den Hautbefund anpassen zu können. Damit erzielt Dr. Rudolphi bei fast allen Patienten hervorragende Ergebnisse, die über Jahre anhalten: „Nicht nur die erweiterten Äderchen werden weitgehend beseitigt – das gesamte Hautbild wird sehr viel besser“.

Bei Frank S. wurden im Abstand von etwa sechs Wochen drei Lasersitzungen durchgeführt, die jeweils etwa zehn Minuten dauerten. Die Kosten musste er selbst tragen, da die Krankenkassen diese nicht übernehmen. Erste Ergebnisse waren schon zwei Wochen nach jeder Sitzung sichtbar.

„Nun – nachdem die Wundheilung abgeschlossen ist – sieht mein Gesicht deutlich besser aus als zuvor“, berichtet Frank S. Er sei froh, diesen Schritt gegangen zu sein. „Ich fühle mich sehr gut. Mit dem Ergebnis der Laserbehandlung bin ich sehr zufrieden und habe ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen“. Da der Laser jedoch nur die Symptome bekämpfen, die Rosacea aber nicht heilen kann, hat Frank S. sich fest vorgenommen, künftig in regelmäßiger hautärztlicher Betreuung zu bleiben – damit sein neu gewonnenes „positives Lebensgefühl“ möglichst lange vorhält.

Quelle: BVDD

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