Gesicht, Hände, Unterarme sowie Glatzen bei Männern – einige Stellen unseres Körpers sind ständig der Sonne ausgesetzt. Dort kann es vorkommen, dass sich die Haut zum Teil ungewöhnlich verdickt und verhärtet. Der Volksmund nennt dies „Lichtwarzen“. Der Dermatologe spricht von „aktinischer“ oder „solarer Keratose“ – eine Verhornungsstörung, die daher kommt, dass die Zellteilung durch das UV-B-Licht aus dem Gleichgewicht gerät.

„In 80 Prozent der Fälle sind die Veränderungen harmlos“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, leitender Arzt des Hautarztzentrums Kiel. „Doch sie können auch eine Vorstufe von Hautkrebs sein.“ Deshalb ist eine Behandlung unbedingt empfehlenswert. Bei der Photodynamischen Therapie (PDT) werden die krankhaft veränderten Zellen dadurch zerstört, dass sie mit starkem rotem Kaltlicht belichtet werden. Eine spezielle Creme macht sie hierfür zuvor besonders lichtempfindlich. In den Tagen und Wochen nach der acht- bis zwölfminütigen Belichtung stößt die Haut die Zellen ab und ersetzt sie durch gesunde. Nicht erkrankte Zellen bleiben dabei weitgehend unverletzt.

Die Behandlung wird in zwei Sitzungen im Abstand von ein bis zwei Wochen durchgeführt. „Eine ratsame Alternative zu Cremes, die oft wochenlang angewendet werden müssen, oder Operationen, bei denen Narben zurückbleiben können“, so Müller-Steinmann.

Aktinische Keratose betrifft am häufigsten hellhäutige Personen ab circa 50 Jahren. Doch auch junge Menschen, die Solarien besuchen oder oft sonnenbaden, sind gefährdet.

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