Es juckt, es schuppt und es schmerzt. Gerade bei einer Schuppenflechte können herbstliche Temperaturumschwünge die Beschwerden verschlimmern. Die Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis, ist eine nicht-ansteckende, angeborene Hautkrankheit, die Betroffene meist zwischen dem 30. oder 50. Lebensjahr in Schüben trifft.

In der Lichtkabine wird die Haut mit UV-Licht behandelt.

Bildnachweis: Medienbüro Medizin

Häufig tritt die Psoriasis nur an bestimmten Stellen, meist an Ellenbogen und Knien, auf. Sie kann allerdings auch den gesamten Körper sowie die Kopfhaut befallen. Wer unter den Symptomen wie Rötungen, Schuppung und juckenden Hautstellen leidet, kann mithilfe einer Bade-PUVA-Therapie die Beschwerden lindern.

Bei der Behandlung nehmen die Patienten ein fünfzehnminütiges Bad mit dem Zusatz Psoralen. Diese Mischung macht die Haut lichtempfindlicher. Im Anschluss stellen sie sich für einige Minuten in eine Kabine und werden mit UV-A-Licht belichtet. „Damit die Symptome langfristig abklingen, führen wir diese Behandlung über mehrere Wochen durch“, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

Der Vorteil der Bade-PUVA-Therapie ist, dass sie in der Regel sehr gut verträglich, schonend und nebenwirkungsarm ist. „Gelegentlich können direkt nach der Behandlung Rötungen und Juckreiz auftreten, die aber nach einigen Stunden wieder von allein nachlassen“, fügt der Dermatologe hinzu. Im Anschluss an eine Behandlung ist die Haut für einige Stunden deutlich empfindlicher gegenüber UV-A Licht, weshalb die Patienten danach direkte Sonnenstrahlung, Solarien und auch Sonnenlicht durch Fensterscheiben meiden sollten.

„Die Kosten für 35 Sitzungen tragen die gesetzlichen Krankenversicherungen“, so Müller-Steinmann. „Wir setzen diese Behandlungsmethode gerne ein, da viele unserer Patienten damit positive Erfolge erzielen konnten.“ Es gibt aber auch alternative Methoden die Schuppenflechte zu bekämpfen, beispielsweise Cremes und andere Medikamente.

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