Bräunung dient der Haut zwar als Schutzmechanismus und reduziert einfallende UVB-Strahlen. Menschen mit einem dunklen Hauttyp sind beim Sonnenbaden deshalb besser vor Sonnenbrand geschützt als der helle Hauttyp. Doch Sonnenbaden belastet jede Haut, auch wenn kein Sonnenbrand entsteht. Schon eine leichte Rötung ist zu viel. Die UV-bedingten Schäden nehmen mit der Zeit zu, die Haut vergisst nicht! Sonnencreme mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor ist deshalb für jeden Hauttyp ein Muss.

Ausreichender Sonnenschutz gehört zu den wichtigsten Vorsorge-Maßnahmen gegen Hautkrebs.

Bildnachweis: Manfred Walker/pixelio.de

  • „Vorbräunen im Solarium schont die Haut unter der Sonne“ – Irrtum!

Zwar ist gebräunte Haut besser vor einem Sonnenbrand geschützt, doch generell gilt, dass der Besuch im Solarium eine zusätzliche Belastung der Haut mit UV-Strahlen bedeutet und Lichtschäden und Sonnenbrände unter freiem Himmel nicht verhindert.

  • „Schatten und Wolken schützen vor Sonnenbrand“ – Irrtum!

Von einem bedeckten Himmel sollte sich niemand in Sicherheit wiegen lassen. Bei lockerer Bewölkung kann noch bis zu 75 Prozent der UV-Strahlung die Haut erreichen. Das gilt auch im Schatten: Auch hier dringen noch mindestens 50 Prozent der UVSonnenstrahlung durch. Sand, Wasser und Rasen reflektieren das Sonnenlicht und belasten so indirekt die Haut.

  • „Nachcremen verlängert die Schutzzeit der Haut“ – Irrtum!

Der Schutz durch Sonnencreme hält nur für eine gewisse Zeit und gilt nur einmal pro Tag. Wiederholtes Eincremen zögert ein zu viel an UV-Belastung nicht hinaus, verlängert also nicht die Zeit, die man unbeschadet in der Sonne verbringen kann. Nachcremen zum Erneuern der Schutzschicht, besonders nach dem Baden oder durch Abrieb, ist aber wichtig.

  • „Sonnencreme – teuer gleich gut“ – Irrtum!

Manche günstige Sonnencreme aus dem Discounter schützt ebenso so gut wie teure Sonnencremes aus der Apotheke. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Stiftung Warentest (6/2013). Manche Sonnenschutzmittel für weniger als einen Euro pro 100 Milliliter schnitten in Einhaltung des Sonnenschutzfaktors, in Anwendung und Qualität gleich gut oder sogar besser ab als Produkte die das zehn- bis fünfzehnfache kosten.

  • „Meine Kleidung schützt die Haut vor der Sonne“ – Irrtum!

Das kommt auf die Kleidung an. Ein weißes T-Shirt aus Baumwolle lässt immer noch 40 Prozent der UV-Strahlen durch, schwarzer Stoff hingegen absorbiert 97 Prozent. Wichtig auch: Je engmaschiger der Stoff, desto höher der Schutz und darin sind Chemiefasern aufgrund der industriellen Herstellung, Naturfasern eindeutig überlegen. Welches Kleidungsstück jedoch wirklich guten UV-Schutz bietet, lässt sich als Laie nur schwer sagen. Hier hilft das Prüfsiegel UV-Standard 801. Sonnenschutzkleidung, die mit diesem Siegel ausgestattet ist, bietet einen verlässlichen Schutz und wird von Hautärzten empfohlen. Vor allem Outdoor-Sportler sollten auf adäquate Kleidung achten. Auch normale Sportkleidung lässt noch 25 bis 30 Prozent des UV-Lichts durch. Unser Tipp: Cremen Sie sich darunter ein oder ziehen Sie Textilien mit zertifiziertem UV-Schutz an.

  • „Fensterscheiben schützen vor Sonnenbrand“ – Irrtum!

Glas schützt oft nicht vor Sonnenbrand. Das gilt auch im Auto, solange UV-A-Strahlen die Scheiben ungehindert passieren können – und das Glas keine spezielle Beschichtung aufweist, die zumindest einen Teil der UV-Strahlungsenergie absorbiert. Unser Tipp: Wer eine längere Autofahrt plant oder im Büro einen Sonnenplatz bevorzugt, sollte sich ausreichend durch Sonnencreme und entsprechende Kleidung schützen.

Quelle: BVDD

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