Im Sommer, der Barfuß-Zeit, gehen unsere Füße mit vielem auf Tuchfühlung: Schwimmbadfliesen, Hotelzimmerteppiche, gemeinsam genutzte Badematten, im Schuhgeschäft schlüpft man dann auch schnell mal ohne Socken in einen Schuh. Hat der jeweilige Vorgänger Nagelpilz, kann das ansteckend sein. Die Infektion überträgt sich schnell und bietet gerade zur Sandalenzeit ein unschönes Bild: Eine verdickte und gelb-bräunlich verfärbte Nagelplatte, die beim Nägelschneiden bröckeln kann.

Viele Betroffene lassen Nagelpilz nicht behandeln. „Von selbst heilt der Pilz aber nicht aus“, warnt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe und Leiter des Hautarztzentrums Kiel. „Im Gegenteil, er befällt schnell auch andere Körperstellen wie Zehenzwischenräume, Fingernägel oder sogar die Leistenregion. Dorthin kann er über die Kleidung gelangen.“

In leichten Fällen lässt sich Nagelpilz (Onychomykose) mit speziellen Nagellacken und Cremes in den Griff bekommen. Eine moderne, auch für schwerere Fälle geeignete Behandlungsmethode ist das Verdampfen der betroffenen Nägel mit dem Erbium-YAG-Laser. Dieser trägt die Nägel durch Infrarotlicht in dünnen Schichten ab und beseitigt den Pilz oft schon nach einer Sitzung. Patienten spüren hierbei allenfalls einen leichten Stich, wie von einer sehr feinen Nadel. „Davor, dass Ärzte die Nägel schmerzhaft ziehen, muss sich heute also niemand mehr fürchten“, so Müller-Steinmann.

Noch besser ist natürlich richtig vorzubeugen. Im Feuchten fühlen sich die Pilz-Sporen am wohlsten. Daher gilt: auf enge, luftundurchlässige Schuhe verzichten, Füße immer gründlich abtrocknen, im Schwimmbad Badeschuhe tragen und Handtücher nicht mit anderen teilen.

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