Juckende, stark schuppende und rotfleckige Haut – das sind die Symptome, mit denen circa zwei Millionen Schuppenflechte-Patienten in Deutschland täglich leben müssen. Psoriasis nennt der Fachmann die chronische Hautkrankheit, bei der verhornte Zellen übermäßig an die Hautoberfläche wandern und sich dort als Schuppen sichtbar ansammeln.

„Doch abfinden muss sich niemand mit den entzündlichen roten Stellen“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe und Leitender Arzt des Hautarztzentrums Kiel. „Dank ständig weiterentwickelter Therapieformen.“ Besonders bewährt hat sich nach einer Studie des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen die Bade-PUVA, eine Kombination aus Bestrahlung mit UV-Licht und Psoralen, einem Medikament, das die Lichtempfindlichkeit der Haut steigert. Das Psoralen wird dabei nicht wie bei anderen Formen der PUVA-Therapie als Creme oder Tabletten verabreicht, sondern bei einem 20-minütigen Bad gleichmäßig von der Haut aufgenommen – eine sehr schonende Methode. Seit 1. Juli diesen Jahres wird die Therapie, wie alle Bade-Lichttherapien (Balneo-Phototherapien), von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Belastungsarm ist auch die Behandlung mit dem Excimer-Laser. Hierbei wird Laserlicht gezielt und hochkonzentriert auf die erkrankten Hautareale gelenkt. Schuppenbildung und Entzündungen verringern sich dadurch, der Juckreiz lässt nach. In Deutschland verfügen nur ungefähr ein Dutzend Praxen und Einrichtungen über den Laser – dazu zählt das Hautarztzentrum Kiel.

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