Für eine Studie mit Nesselsucht-(Urtikaria-)Patienten werden noch Teilnehmer gesucht! Interessenten können sich telefonisch unter 0431 3801810 oder per E-Mail melden.

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Bildnachweis: Hautarztzentrum Kiel

Die Urtikaria gilt weithin als heterogene Gruppe von Erkrankungen mit einem gemeinsamen, typischen Reaktionsmuster der Haut. Sie ist eine belastende Hauterkrankung, die rote, geschwollene, juckende und manchmal schmerzhafte Erhebungen oder „Quaddeln“ auf der Haut sowie Angioödeme verursacht (auch als Nesselsucht bezeichnet). Durch den Juckreiz und die zum Teil prominenten roten Quaddeln wirkt sich die chronische Urtikaria sehr negativ auf die Lebensqualität aus, deren Einschränkung im Vergleich mit anderen Hautkrankheiten nur durch den Pruritus übertroffen wird. Dies ist auch häufig durch Schlafmangel und ggf. psychiatrische Begleiterkrankungen wie Depressionen und Angstzustände bedingt.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können an der chronischen Urtikaria erkranken, allerdings tritt sie bei Erwachsenen häufiger und auch vermehrt zwischen dem 20ten und 40sten Lebensjahr auf.

Als Standardtherapie der chronischen Urtikaria sind H1-Antihistaminika der zweiten Generation (nicht sedierende H1-Antihistaminika) empfohlen und zugelassen, womit bei weniger als 50% der Patienten eine komplette Symptomkontrolle erreicht werden kann. Abgesehen von diesen H1-Anthistaminika der 2. Generation fehlt derzeit für alle weiteren empfohlenen Therapieoptionen eine Zulassung. Auch existiert in den meisten Fällen kaum Evidenz für die jeweilige empfohlene Therapie und sie bringen nicht immer die erhoffte zufriedenstellende Symptomkontrolle.

Die vorliegende Studie soll dazu beitragen diese Lücke zu schließen, indem die Diagnose und der anschließende Umgang mit der Krankheit sowie der Einfluss der vom jeweiligen Arzt gewählten Therapie auf die Lebensqualität der Patienten erfasst werden sollen. Sie wird nicht nur in Deutschland, sondern auch in europäischen und außereuropäischen Ländern durchgeführt werden. Die vorliegende Studie beschränkt sich hier aber auf Patienten mit chronischer Urtikaria, denen nicht durch die empfohlene H1-Antihistaminika-Therapie geholfen werden kann. Für die Dauer von zwei Jahren sollen Therapieeffekte hinsichtlich Symptombeherrschung und deren Einfluss auf die Verbesserung der Lebensqualität erfasst werden und dies nicht nur in den Spezialzentren, sondern auch im breiten niedergelassenen Bereich.

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