Die Ansprüche an das eigene Erscheinungsbild sind bei vielen Männern groß. Denn ein gepflegtes, attraktives Äußeres gilt heutzutage als wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Leben. Neben der Verwendung von Pflegeprodukten für Gesicht, Bart und Haar nutzen viele Männer zunehmend auch das Angebot minimaler ästhetischer Behandlungen, um ihr Aussehen gezielt zu verbessern.

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Rund 28 Minuten: So lange verbringen Männer morgens durchschnittlich im Bad – und damit nur rund zehn Minuten weniger als Frauen. Das geht aus einer repräsentativen Ipsos-Umfrage hervor. „Viele Männer sehen heutzutage ein attraktives Erscheinungsbild als wichtigen Faktor für ein erfülltes Arbeits- und Privatleben“, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel. „Das erkennen wir auch daran, dass immer mehr Männer mit dem Wunsch nach minimalen ästhetischen Behandlungen zu uns in die Praxis kommen. Am häufigsten fragen sie nach Laserbehandlungen zum Entfernen von Tattoos und zum Begradigen der Bartkontur sowie nach Faltenminimierungen mit Botulinumtoxin.“

Mit dem Laser gegen unliebsame Tattoos

Sei es der Name der verflossenen Liebe oder ein großes Tribal auf dem Oberarm: Manchmal werden einst geliebte Kunstwerke auf der Haut zum großen Störfaktor. Eine Laserbehandlung kann dann Abhilfe schaffen. „Die Lichtimpulse dringen in die Haut ein und erhitzen die Farbpigmente, wodurch sie aufspringen“, erklärt Müller-Steinmann. „Der Körper baut die Pigmente dann nach und nach ab.“ Je nach Farbe des Tattoos kommen unterschiedliche Lasertypen mit verschiedenen Wellenlängen zum Einsatz. Bis ein Tattoo verschwunden oder zumindest deutlich verblasst ist, sind sechs und zwölf Behandlungen nötig. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem die verwendete Farbe: Dunkle Töne lassen sich deutlich leichter entfernen als orangene oder weiße.

Infrarotes Licht verschweißt die Haarwurzeln

Viele Männer greifen täglich zum Rasierer, um die Konturen des Bartes in Form zu bringen. Wer die störende Haare dauerhaft loszuwerden und ohne Rasieren exakte Konturen haben möchte, für den eignet sich eine Behandlung mit dem Laser. Das energiereiche Licht des Lasers zerstört die Haarwurzeln. Dies geschieht sehr gezielt, wodurch die umliegende Haut nicht verletzt wird. „Da der Laser die Wurzeln nur zerstören kann, wenn sich diese in der Wachstumsphase befinden, sind in der Regel mehrere Sitzungen möglich, bis wir das gewünschte Ergebnis erzielt haben“, so Müller-Steinmann. „Generell kann man sagen: Je dunkler die Barthaare, desto weniger Sitzungen sind nötig.“

Botulinumtoxin sorgt für einen wachen Gesichtsausdruck

Schon seit Jahren kommt Botuliumtoxin zum Glätten von Falten zum Einsatz. „Der Anteil an Männern, die ich in meiner Praxis mit Botulinumtoxin behandle, ist in letzter Zeit deutlich gestiegen“, sagt der Dermatologe. „Anders als bei Frauen steht bei Männern jedoch weniger der Wunsch nach einer glatten, faltenfreien Haut im Vordergrund. Sie erhoffen sich, durch die Behandlung wacher und frischer zu wirken.“ Um diesen Effekt zu erzielen, geben Ärzte das Botulinumtoxin bevorzugt in die Zornes- und Stirnfalte. Dort blockiert der Wirkstoff die Nervenweiterleitung der Muskeln, die für die Faltenbildung – und den müden Gesichtsausdruck – zuständig sind. Die Wirkung hält etwa drei bis sechs Monate, eine erneute Behandlung ist jederzeit möglich.

 

 

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