Herzrasen, Unruhe und Schlafprobleme sind typische Warnsignale unseres Körpers, wenn es ihm zu viel wird. Was viele nicht wissen ist, dass Stress, Ängste und Sorgen auch die Hautgesundheit beeinflussen und den Krankheitsverlauf von Akne begünstigen können. Um die Beschwerden langfristig zu lindern, helfen neben einer optimalen medikamentösen Behandlung auch eine Lasertherapie und ein entspannter Lebensstil.

Wohl jeder von uns hat hin und wieder stressige Phasen im Leben. Hält der Zustand über mehrere Wochen oder sogar Monate an, sprechen Mediziner von chronischem Stress. Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Die einen sind beruflich stark eingespannt, bei anderen stecken Ängste und Sorgen dahinter. Mittlerweile ist sehr gut erforsc

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ht, dass chronischer Stress unser Herz-Kreislauf-System negativ beeinflussen kann. Doch auch auf den Verlauf von Hauterkrankungen wie Akne können sich psychische Faktoren wie Stress, Sorgen und Ängste auswirken. „Unser Körper schüttet dann vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin aus, die Entzündungsprozesse in der Haut in Gang setzen“, sagt Dr. Müller-Steinmann, Dermatologe und ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. „Bei vielen Aknepatienten führt das dazu, dass die Symptome zunehmen und sich das Hautbild verschlechtert.“ Zudem produziert der Körper bei anhaltender Belastungen mehr Corstisol, ein Hormon, das aknefördernd wirkt.

Pflegeprodukte und Medikamente lindern die Symptome

Akne ist geprägt durch Pusteln und Entzündungen, teils eitrigen Pickeln und Mitessern, die bevorzugt im Gesicht auftreten. „Die durch Akne hervorgerufenen Hautveränderungen lassen sich oft nur schwer kaschieren, wodurch der Leidensdruck bei den Patienten meist sehr groß ist“, sagt Dr. Müller-Steinmann. „Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Behandlung von Akne ist die Hautpflege.“ Betroffene sollten milde seifenfreie Reinigungsprodukte verwenden, die die natürliche Schutzbarriere der Haut erhalten. Für die anschließende Pflege eignen sich leichte feuchtigkeitsspendende Gele mit desinfizierenden Inhaltstoffen wie Salizylsäure. Je nach Ursache der Akne können zusätzlich Gele mit Benzoylperoxid oder Antibiotika, als Medikament oder Cremezusatz, zum Einsatz kommen.

Stressbewältigung durch Ausgleich und Entspannung

Es ist immer hilfreich, neben einer Therapie mit Cremes und Medikamenten auch den eigenen Lebensstil einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. „Ein wichtiger Punkt ist die Ernährung“, sagt Dr. Müller-Steinmann. „Es gibt Nahrungsmittel, die Akne verschlimmern können wie Milchprodukte in Kombination mit vielen Kohlenhydraten, insbesondere Zucker und Weißmehlprodukte, Eiweißkonzentrate und Muskelaufbaupräparate.“ Zudem empfiehlt es sich, für einen regelmäßigen Ausgleich zum stressigen Alltag zu sorgen. „Ich versuche meinen Patienten immer auch zu verdeutlichen, dass Stress und andere psychische Belastungen die Krankheit verstärken können.“ Es gibt ganz unterschiedliche Wege, diese bestmöglich zu bewältigen. Den einen hilft regelmäßiger Ausdauersport, andere profitieren von Yoga oder Entspannungstechniken wie Qi Gong. „Es ist nicht wichtig wie Betroffene ihr Leben ausgeglichener gestalten, sondern dass sie die Methode dauerhaft und regelmäßig anwenden“, sagt der Dermatologe. „Wem das gelingt, kann das Hautbild auf natürliche Weise positiv beeinflussen.“

Milde Hautpflege: Wichtige Basis der Akne-Therapie

Viele Akne-Patienten machen den Fehler, die Haut zu häufig und mit zu aggressiven Produkten zu reinigen. Anstelle dass sich die Haut bessert, tritt dann häufig genau das Gegenteil ein: Es entstehen neue Pickel und Entzündungen. Denn eine zu intensive Pflege führt dazu, dass der natürliche Säureschutzmantel der Haut geschwächt wird – sie ist anfälliger für Keime und die Talgproduktion ist verstärkt.

Um das zu verhindern, sollten Betroffene auf pH-neutrale Produkte zur Reinigung zurückgreifen. Ein leichter Schaum mit Glycolsäure befreit die Haut porentief von Talg und Schmutzpartikeln, ohne sie zu reizen. Zur anschließenden Pflege eignen sich leichte Gele mit Pathenol, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen ohne zu fetten. Salizylsäure wirkt zudem leicht desinfizierend und kann so neuen Unreinheiten vorbeugen.

Produktvorstellung:

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Mit Laserlicht gegen Akne

Eine Laser-Kombinationstherapie gilt als effektive Methode, um Akne dauerhaft zu bekämpfen.

Mit Hilfe des sogenannten Smoothbeam-Lasers ist es möglich, die übermäßige Talgproduktion der Haut, die die Hauptursache von Akne ist, zu regulieren. Das energiereiche, infrarote Licht des Lasers dringt in die Haut ein und verkleinert dort die Talgdrüsen. Dadurch können sie nicht mehr so viel Fett absondern, was wiederum die Entzündungsreaktionen hemmt.

Etwa zwei Wochen später kommt der Farbstoff-Laser zum Einsatz. Seine kurzen Lichtimpulse durchdringen die oberste Hautschicht und werden im Körper vom roten Blutfarbstoff aufgenommen. Dabei wandelt sich die Lichtenergie in Wärmeenergie um und schweißt quasi einen Teil der Blutgefäße zusammen. Dadurch minimieren sich Rötungen und die Verhornung der Talgdrüsen nimmt nochmals deutlich ab.

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