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Couperose: Laser gegen rote Äderchen im Gesicht

Leuchtend rote Wangen erscheinen bei Kindern noch niedlich – für Erwachsene sind sie oft ein Problem. Wenn kleine rote Äderchen durch die Haut schimmern, zum Beispiel bei Stress, kalter Luft oder nach dem Genuss scharfer Gewürze, leiden die Betroffenen an einer Couperose. Abhilfe können je nach Schweregrad stark deckende Make-ups oder eine Laser-Behandlung schaffen.

Eine Laser-Behandlung zielt darauf ab, die roten Stellen dauerhaft zu entfernen. Ein sogenannter Farbstofflaser verschließt die Gefäße. Je stärker die Behandlung ist, desto weniger Sitzungen sind notwendig. Ab einer bestimmten Stärke jedoch können Äderchen platzen und blaue Flecken hervorrufen, die aber wieder abklingen. Die Behandlung dauert zwischen fünf und 15 Minuten. “Eine Betäubung ist nicht notwendig”, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. “Die Laserimpulse fühlen sich an wie ganz kleine Nadelstiche. Sehr schmerzhaft ist das nicht.” Feine Äderchen können schon nach einer Sitzung verschwinden, meistens sind jedoch zwei bis drei Anwendungen nötig.

“Wer den Eingriff oder die Kosten scheut, kann die roten Stellen auch überschminken”, rät Müller-Steinmann. “Patienten können dann ein sogenanntes Camouflage-Make-up mit einem Pigment-Anteil von 50 Prozent verwenden.”

Generell gilt: Um roten Wangen bestmöglich vorzubeugen, sollten Betroffene einer Couperose alles vermeiden, was die Durchblutung der Haut anregt, zum Beispiel Alkohol, starke Temperaturwechsel, Stress, scharfe Gewürze, Peelings und Saunagänge.

Von | 2012-11-12T10:15:07+00:00 12. November 2012|
Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

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