Hautkrebs-Vorsorge

Kleine Veränderungen sofort entdecken

Beim Hautkrebs-Screening werden verdächtige Hautmale mit Computerunterstützung dokumentiert und untersucht, um Frühstufen von Hautkrebs rechtzeitig erkennen und behandeln zu können.

Copyright: Hautarztzentrum Kiel

Wissen Sie, wie viel UV-Licht im Laufe eines Jahres auf Ihre Haut trifft? Oft ist uns gar nicht bewusst, dass dies nicht nur im Sommerurlaub am Strand der Fall ist.

Es gibt unzählige Situationen, in denen wir uns vielleicht nicht eincremen, weil wir ja nur mal schnell rausgehen oder der Himmel ja bewölkt ist: Beim Sport im Freien, dem Nachmittag auf dem Spielplatz, dem Spaziergang zum Supermarkt.

Doch: Über die Jahre kann die UV-Strahlung aus der Sonne unsere Haut belasten. Es können Pigmentflecke und andere Veränderungen entstehen, die wir selbst oft sehr schwer einsehen können, zum Beispiel wenn sie am Rücken liegen.

Kassen zahlen Hautscreening

Daher übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen für alle Versicherten ab 35 Jahren, oft auch schon ab 18, die Kosten für eine Hautkrebsvorsorge bei einem Dermatologen. Hautärzte untersuchen dabei den gesamten Körper auf Anzeichen von Veränderungen. Sie schauen sich auch die Stellen des Körpers an, die Sie selbst nicht erblicken können: den Rücken, die Kopfhaut, das Gesäß usw.

Video: Hautkrebs-Vorsorge und Therapie

Da Dermatologen diese Untersuchung in der Regel täglich durchführen, kommt es den Patienten oft vor, als ginge sie viel zu schnell. Die geschulten Augen der Hautärzte können aber sofort sehen, ob es sich um einen harmlosen Altersfleck, ein Basaliom oder sogar schwarzen Hautkrebs handelt.

Da sich die Flecken im Laufe der Jahre auch von harmlos zu bösartig entwickeln können, ist es wichtig, die Hautkrebsvorsorge mindestens alle zwei Jahre durchzuführen.

Pigmentflecke langfristig beobachten

Wer seine Veränderungen immer im Blick behalten und beim Arzt dokumentieren lassen möchte, kann eine Zusatzleistung in Anspruch nehmen. Die Kosten dafür müssen gesetzlich versicherte Patienten jedoch selbst tragen. Mithilfe einer Spezialkamera fotografiert der Dermatologe dann beispielsweise auffällige Muttermale. Eine Videodokumentation mit digitaler Risikoanalyse hilft dabei, schon kleinste Veränderungen einzuschätzen.

Weiterhin ist es möglich, die Pigmentflecke des letzten Vorsorgetermins mit den aktuellen Bildern zu vergleichen, um genau sehen zu können, ob sie sich eventuell verändert haben.

Nicht alle Veränderungen sind direkt gefährlich. Aber auch der in der Regel gut heilbare weiße Hautkrebs sowie seine Vorstufe sollten so früh wie möglich entfernt werden.

 

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