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Haare mit Laser entfernen – Krankenkasse trägt Kosten bei bestimmten Erkrankungen

Stoppeln am Kinn und auf der Oberlippe, ein dunkler Bartschatten auf den Wangen – besonders Frauen und transsexuelle Menschen leiden darunter, wenn Gesichtshaare selbst nach dem Rasieren noch sichtbar sind. Für Betroffene sind die Haare nicht nur lästig, sondern stellen eine erhebliche psychische Belastung dar. Eine Möglichkeit sie dauerhaft zu entfernen, ist die Haarentfernung mit dem Laser.

Dunkle Haare können mit dem Neodym-Laser dauerhaft entfernt werden.

Bildnachweis: Medienbüro Medizin

“Bei der Behandlung richten wir energiereiches, rotes Licht auf die gewünschten Körperstellen. Dieses dringt tief bis zu den Haarwurzeln vor”, erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Direktor des Hautarztzentrums Kiel. “Dort verwandelt es sich in Wärme und verschließt so die Wurzeln. Neue Haare haben hier keine Chance mehr nachzuwachsen.”

Meistens reichen fünf bis zehn Behandlungen aus, um 70 bis 98 Prozent der sichtbaren Haare zu entfernen. Für die unterschiedlichen Hauttypen verfügt das Hautarztzentrum Kiel über drei verschiedene Laser. Neben dem Alexandritlaser eignet sich der Gentle-YAG-Laser, ein langgepulster Laser, besonders gut, um dunkle Haare auf dunkler Haut zu entfernen. Für feine, helle Haare verwenden die Experten den Superhairremoval, ein Pulslichtsystem, das bei allen Haut- und Haartypen einsetzbar ist.

Ein Vorteil der Haarentfernung mit dem Laser sei, dass die Behandlung relativ nebenwirkungsarm und schmerzfrei ist, so Müller-Steinmann: “Manche Patienten berichten, dass sich der Laserstrahl auf der Haut wie leichte Nadelstiche anfühlt.” Außerdem werde das Gewebe um das Haar herum geschont.

Haarentfernung aus gesundheitlichen Gründen wird erstattet

Ein Urteil des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen aus diesem Jahr kann jetzt für Patienten, die unter ihrem Haarwuchs leiden, eine Erleichterung bedeuten. Das Gericht hat die Krankenkasse einer transsexuellen Patientin dazu verpflichtet, die Kosten für eine dauerhafte Barthaar-Entfernung zu übernehmen. Der Grund: Die Haarentfernung erfolgt nicht nur aus ästhetischen, sondern auch aus gesundheitlichen Gesichtspunkten – aufgrund ihrer Transsexualität. Der “Bartschatten”, der nach einer Rasur zurückbleibt, sei der Beklagten nicht zuzumuten.

Das Gericht führte unter anderem aus, dass die gesetzlichen Krankenkassen zwar die Epilation Behandlung mit der elektrischen Nadel übernehmen. Jedoch ist dieses eine extrem langwierige Behandlung. Außerdem gibt es fast keine Ärzte mehr, die diese Behandlung durchführen. Die Elektroepilations-Behandlung ist inzwischen praktisch vollständig von der Laserbehandlung verdrängt worden.

Mit diesem Urteil ist davon auszugehen, dass Krankenkassen in Zukunft auch in anderen Fällen lasergestützte Haarentfernungen zahlen werden, zum Beispiel bei Frauen mit Hormonstörungen oder sehr starkem Haarwachstum. Denn auch hier ist der Haarwuchs krankhaft bedingt und die Patientinnen leiden häufig psychisch darunter.

Von | 2018-05-21T12:05:17+00:00 15. Dezember 2014|Tags: , , |
Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

Fragen & Antworten:

  1. Fabian 7. Juli 2016 um 16:04 Uhr - Antworten

    Hallo Herr Dr. Müller-Steinmann,

    meine Frage lautet wie folgt:

    Ich, männlich, 31, bin generell ein eher behaarter Typ. Während mich im Gesichtsbereich andere Männer häufig sogar darum beneiden und ich mit meiner Bein-, Arm- und Brustbehaarung kein Problem habe, belastet mich der Haarwuchs im Bereich des Nackens und Rückens so sehr, dass ich mich persönlich einschränke, um diesen so gut es geht zu verstecken. Beispielsweise ware ich seit Jahren nicht mehr schwimmen und auch im Hochsommer trage ich eigentlich nur Hemden und keine T-Shirts, da der Kragen die Haare dann entsprechend verdeckt.

    Ich habe von Warm- über Kaltwachs bis hin zu Enthaarungscreme und Epilation schon alles versucht, aber insbesondere mein Rücken entzündet sich dann stark (einwachsende Haare etc.)

    Besteht die Chance, dass die Krankenkasse (TKK) die Laserbehandlung übernimmt, sodass ich mich endlich auch wieder mit freiem Oberkörper in Gegenwart anderer Menschen bewegen kann, z.B. im Schwimmbad?

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 23. Juli 2016 um 15:29 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      nach meinen Erfahrungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Entfernung von verstärktem Haarwuchs im Bereich des Rückens und Nackens bei Männern nicht. Dieses wird als eine kosmetische Behandlung angesehen.
      Normalerweise lassen sich die dicken und kräftigen Haare im Bereich des Rückens gut mit dem Alexandritlaser oder dem Neodym YAG Laser entfernen.
      Am besten lassen sich doch einmal einen Heil-und Kostenplan von einem Hautarzt erstellen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  2. Tessa 6. Juli 2016 um 16:55 Uhr - Antworten

    Guten Tag,
    ich leide am PCO Syndrom. Durch eine Faktor V Mutation bin ich nicht in der Lage die Anti-Baby Pille zur Behandlung einzunehmen. Daher wird das Diabetes-Medikament Metformin zur Behandlung eingesetzt.
    Dadurch kann zwar eine Senkung des Androgenspiegels erreicht werden, das dann auch positive Rückwirkung auf Anke besitzt. Meine Frage ist jedoch. Ich habe starken Haarwuchs mit schwarzen stacheligen Haaren rund um den Bauchnabel, den Innen – und der Rückseite der Oberschenkel, am Kinn und um die Brust herum.
    Besteht die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten für eine Haarentfernung übernimmt, da eine normale Therapie durch Hormone bei mir nicht möglich ist und ich keine Reduktion der Haare erreichen kann.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe

    Viele Grüße

    Tessa

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 23. Juli 2016 um 15:30 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      nach meinen Erfahrungen haben die gesetzlichen Krankenkassen schon bei einigen Patienten mit einem PC O-Syndrom die Kosten für die Laserbehandlung von Haarwuchs übernommen.
      Am besten lassen sich ein Heil- und Kostenplan von ihrem behandelnden Dermatologen (oder auch von uns) erstellen. Diesen müssen Sie dann bei Ihrer Krankenkasse einreichen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  3. Katja 29. Juni 2016 um 10:04 Uhr - Antworten

    Guten Tag

    Ich bin transsexuell Mann zu Frau und meine Krankenkasse verweigert die dauerhfte haarentfernung weil die nur die nadelepilation in der Kostenstelle haben nur die laiaer epiltion nicht und ich keinen Hautarzt gefunden habe der das mit der nadelepilation nicht und jetzt soll ich das selber zahlen.
    Kann man da irgendwas machen damit die krankenksse die Behandlung zahlt

    Mit freundlichem Gruß
    Katja

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 23. Juli 2016 um 15:38 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      Leider ist das Kostenerstattungsverhalten der gesetzlichen Krankenkassen für die Laserbehandlung von entstellendem Haarwuchs auch bei Transsexuellen deutlich restriktiver geworden.
      Vielleicht lassen sich noch einmal ein Heil- und Kostenplan für eine Laserbehandlung von entstellendem Haarwuchs erstellen und erreichen diesen erneut bei Ihrer Krankenkasse ein. Bei negativen Bescheid hat man immer noch die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Dann entscheidet ein anderes Gremium.
      Eine Nadel Epilation führt nur in den seltensten Fällen zum Erfolg, hinterlässt Narben, und ist letztlich erheblich unwirtschaftlicher, weil sie extrem zeitaufwendig ist.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  4. fahim 28. Juni 2016 um 3:50 Uhr - Antworten

    Hallo!
    ich bin 17 aber mein Körper haare ist so viel und Kopf ist kaputt. ich Seite 14/9/15 in Deutschland gekommen bin mein Deutsch ist nicht gut aber ich hoffe ihnen verstehen was meint ich.

    Viele große
    Fahim

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 23. Juli 2016 um 15:40 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      mit mehreren Laserbehandlungen kann man dunkle Haare sehr gut entfernen.
      Am besten lassen Sie sich von ihrem Hautarzt einen Heil und Kostenplan erstellen und reiche diesen bei Ihrer Krankenkasse ein.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  5. Yaneles kiloc 24. Juni 2016 um 16:50 Uhr - Antworten

    Hallo ich bin ein Mädchen und 16 Jahre jung, mein Problem ist, das ich überall an Körper starke, dunkle hnd lange Haare habe. Arme, Beine, Bauch, Rücken sind voller Haare und meine frage wäre, ob die KK eine laserbehandlung bezahlen würde, denn ich leide sehr unter dieser behaarung. Und wie könnte ich sie beantragen?

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 23. Juli 2016 um 15:46 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      am besten lassen Sie sich zur Haarentfernung mit Laser ein Heil- und Kostenplan bei ihrem Hautarzt erstellen. Diesen könnte dann bei der Krankenkasse einreichen.
      Vereinbaren Sie auch gerne einen Termin hierfür bei uns.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  6. Alin 4. Juni 2016 um 16:20 Uhr - Antworten

    Guten Tag ich bin 19 Jahre jung und habe einen starken Gesichts Haar wuchs leider die Härchen sind dick und Schwarz so kann ich kaum anderen Menschen die ein Gespräch mit mir führen in die Augen schauen weil ich das ständige Gefühl habe sie schauen auf meine Behaarung ich würde gerne wissen ob das übernommen wird von der AOK Krankenkasse ? Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 13. Juni 2016 um 19:09 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      bei sehr starker, entstellender Gesichtsbehaarung übernehmen Krankenkassen in manchen Fällen die Kosten für eine Laserbehandlung zum Beispiel mit dem Alexandritlaser.
      Sie können gern einen Termin vereinbaren, damit wir Ihnen einen Antrag für die Kostenübernahme erstellen können.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  7. Fischer 3. Juni 2016 um 16:30 Uhr - Antworten

    Guten Tag,
    Mir wurde heute die Diagnose akne inversa übermittelt. Einer der abzesse wurde mir heute sogar chirurgisch entfernt.
    Meine Frage ist kann man im Bereich der Achsel die Behandlung von der Krankenkasse bezahlt bekommen.
    Mit freundlichen grüßen

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 13. Juni 2016 um 19:11 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      bei der Akne inversa hilft ist in vielen Fällen, die Haare in dem betroffenen Bereich mit Laser zu entfernen.
      Bei medizinischer Indikation übernehmen Krankenkassen in manchen Fällen die Kosten für Laserbehandlung.
      Sie können gern einen Termin vereinbaren, damit wir für Sie einen Antrag auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse erstellen können.
      Weiterhin gibt es auch neue, sehr wirksame Medikamente für die Behandlung der Akne inversa.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  8. N.H. 24. Mai 2016 um 11:36 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Herr Dr. Müller-Steinmann,
    ich leide seit ca meinem 15 Lebensjahr an Hirsutismus.(heute 30 Jahre alt) Seit April 2015 lasse mit dem Behandlungen mit dem IPL Verfahren durchführen. 11 Sitzungen im Gesicht habe ich bereits bekommen. Mit dem bisherigen Ergebnis bin ich nicht zufrieden, da ich immer noch nicht um eine tägliche Rasur herum komme. Da Ich nur keine Haare an den Händen und unter den Füßen habe, können sich die Sitzungen auch ins unendliche ziehen. Vielleicht bringt es auch nichts, da noch keine Ursache gefunden wurde. Ich habe bereits verschiedene Ärzte auf gesucht, aber bis jetzt half noch nichts. HCTH oB. ,
    21 Chromosom iO.. Bringt eine IPL Behandlung überhaupt etwas, solange die Ursache nicht behoben wurde?? Vielen Dank.

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 26. Mai 2016 um 18:46 Uhr - Antworten

      Guten Tag,

      Eine Behandlung von übermäßigem Haarwuchs bei Hirsutismus geht am besten mit dem langgepulsten Alexandritlaser. Der Erfolg ist unabhängig von der Ursache.

      Nichtsdestotrotz sollte man natürlich nach einer Ursache suchen. In bestimmten Fällen übernehmen dann auch die Krankenkassen die Kosten.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  9. Nicole Kumpmann 23. Mai 2016 um 19:01 Uhr - Antworten

    Hallo!
    Ich habe einige von den schwarzen, härteren Haaren am Hals, in diesem Übergang zum Kopf. Da sie mich nicht nur optisch stören, sondern ich auch oft juckreiz oder schmerzen habe, würde ich die gerne weg Lasern lassen. Wissen Sie ob in sprechen Fällen die Krankenkasse etwas davon übernimmt?
    Liebe grüße Nicole Kumpmann

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 26. Mai 2016 um 18:47 Uhr - Antworten

      Guten Tag,

      Je nach Ursache übernehmen manche Krankenkassen in bestimmten Fällen die Kosten für die Haarentfernung mit dem Alexandritlaser im Gesichtsbereich.
      Sie können sich gerne bei uns vorstellen, dass wir Ihnen einen Antrag für die Krankenkasse erstellen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  10. Nicole sonntag 30. April 2016 um 10:47 Uhr - Antworten

    Guten tag
    Meine Frage ist ob ich eine laser Behandlung auch im Genitalien Bereich von der Kasse erstattet bekomme.
    Ich hab das Problem das meine Haut vom rasieren oder wachsen jedesmal tiefe furunkel entwickelt.
    Die teils dann sogar beim Chirurgen aufgeschnitten werden müssen.
    An den Beinen hab ich das Problem natürlich auch nur nicht so stark.
    Schwimmen geh ich schon nicht mehr.
    Dadurch das ich natürlich auch ausgelacht werde wenn man die haare dort sieht.
    Ich weiss nicht mehr weiter.
    Es tut weh.
    Und immer dieses aufschneiden.

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 26. Mai 2016 um 19:07 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      eine Haarentfernung mit dem Alexandritlaser würde vermutlich die ständigen Entzündungen erfolgreich behandeln.
      Wir erstellen Ihnen gerne einen Heil- und Kostenplan zur Vorlage bei der Krankenkasse.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

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