Hautkrebs

Ursachen – Symptome – Diagnose

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Hautkrebs ist nach Informationen der Deutschen Krebshilfe die häufigste Krebserkrankung überhaupt: Jedes Jahr erkranken mehr als 250.000 Menschen allein in Deutschland neu daran.

Besonders gefährlich und daher den meisten Menschen bekannt ist der Schwarze Hautkrebs, das „Maligne Melanom“. Der Weiße Hautkrebs, auch als Heller Hautkrebs bezeichnet, gilt dagegen als weitaus weniger aggressiv. Er streut seltener in andere Körperorgane und ist – sofern er früh erkannt wird – sehr gut behandelbar. Die Heilungschancen liegen bei 95 bis 100 Prozent. Dafür aber kommt er weitaus häufiger vor: In mehr als 80 Prozent der Hautkrebs-Erkrankungen handelt es sich um weißen Hautkrebs.

Je nachdem, in welchen Teilen der Haut sich die Krebszellen bilden, unterscheidet man zudem zwei Arten von weißem Hautkrebs: Am häufigsten ist das Basaliom, auch Basalzellkarzinom genannt. Weitaus seltener ist das Plattenepithelkarzinom, das auch als Spinaliom oder Stachelzellkarzinom bezeichnet wird. Eine Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms ist die Aktinische Keratose.

Ursachen für Hautveränderungen

Sonnenbaden, Solarium, jahrelanges Arbeiten unter freiem Himmel – zu viel UV-Licht die hauptsächliche Ursache für die Entstehung von Hautkrebs. Es schädigt die Erbsubstanz der Zellen, so dass diese unkontrolliert zu wuchern beginnen. Der Krebs entsteht daher vor allem an den Körperstellen, die am meisten schädliche UV-Strahlen abbekommen, wie etwa Gesicht, Nacken, Schultern, Arme und Hände. Menschen mit heller Hautfarbe sind besonders gefährdet, da der körpereigene UV-Schutz weniger gut ist als bei Menschen mit einem dunklen Hauttyp.

Video: Hautkrebs-Vorsorge und Therapie

Hautkrebs entwickelt sich oft dann, wenn sich die UV-Strahlung über Jahre hinweg summiert hat. Daher tritt er meist erst in der zweiten Lebenshälfte auf. In den letzten Jahren hat die Zahl der Hautkrebserkrankungen deutlich zugenommen. Ein zu sorgloser Umgang mit der Sonne und die Abnahme der schützenden Ozonschicht zählen zu den Ursachen.

Hautkrebs-Arten und ihre Symptome

Anders als viele andere Krebsarten sind sowohl Schwarzer als auch Weißer Hautkrebs von außen sichtbar, was es leichter macht, den Krebs früh zu erkennen. Dennoch kann gerade Weißer Hautkrebs ganz verschieden aussehen, weshalb Sie bei ungewohnten Hautveränderungen unbedingt einen Hautarzt zu Rate ziehen sollten.





Diagnose

Um Hautkrebs schnell genug zu entdecken, sollten Sie regelmäßig selbst Ihre Haut untersuchen. Unklare Veränderungen, zum Beispiel auch Leberflecken, die plötzlich anders aussehen als zuvor, sollten Sie sofort von Ihrem Hautarzt begutachten lassen. Haben Sie dabei die A-B-C-D-E-Regel im Hinterkopf: Besonders verdächtig sind Asymmetrie, eine unklare Begrenzung, eine unregelmäßige Farbe (Colour), mehr als zwei Millimeter Durchmesser oder eine Erhabenheit von mehr als einem Millimeter.

Die Hautkrebs-Vorsorge dient der Früherkennung von gefährlichen Hautveränderungen. Schwarzer Hautkrebs muss operativ entfernt werden.

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Verlassen Sie sich dennoch nicht auf Ihr eigenes Auge, denn nur ein Fachmann kann Hautkrebs wirklich zuverlässig erkennen. Ab dem Alter von 35 Jahren, oft auch schon ab 18, übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen alle zwei Jahre die Kosten für ein professionelles Hautkrebs-Screening . Dermatologen untersuchen dabei den gesamten Körper auf Anzeichen von Hautkrebs.

Sollte Ihr Hautarzt bei Ihnen Hautkrebs feststellen, lässt dieser sich in der Regel gut entfernen.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme können Patienten ihre Pigmentflecke dokumentieren lassen – das ist in der Regel keine Kassenleistung, private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten hingegen meist. Dann unterstützt moderne Technik den geschulten Blick der Dermatologen: Eine Spezialkamera fotografiert zum Beispiel auffällige Muttermale, eine Videodokumentation mit digitaler Risikoanalyse hilft, schon kleinste Veränderungen richtig einzuschätzen.

 

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