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Histamin-Intoleranz: Wenn Weihnachtsleckereien Juckreiz und Quaddeln auslösen

Histamin-Intoleranz: Wenn Weihnachtsleckereien Juckreiz auslösen

Bildnachweis: Claudia Hautumm/pixelio.de

Nüsse, Glühwein, Mandarinen und Plätzchen mit Weihnachtsgewürzen – in der Adventszeit ist es erlaubt, ein wenig mehr zu naschen. Bei vielen Menschen führen diese Lebensmittel jedoch zu einer allergischen Reaktion. Doch nicht immer muss dies eine Nahrungsmittelallergie bedeuten; es kann auch eine Histamin-Intoleranz vorliegen.

Histamin ist ein Eiweißstoff, der von unserem Körper selbst produziert wird. Auch in bestimmten Lebensmitteln kommt Histamin vor: in leicht verderblichen tierischen Lebensmitteln wie z. B. Fisch, aber auch in Käse, Wurst, Hefeextrakt, Wein und Bier sowie in einigen Obst- und Gemüsesorten.

Die Symptome einer Histamin-Intoleranz können ganz unterschiedlich sein. Einige Patienten haben Hitzewallungen und Kopfschmerzen, andere leiden unter Magenkrämpfen, Durchfall sowie Erbrechen und wieder andere spüren äußerlichen Juckreiz oder Atemnot. “Eine Nahrungsmittelallergie und eine Histamin-Intoleranz machen sich oft durch die gleichen Anzeichen bemerkbar”, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel. Ob eine Histamin-Unverträglichkeit vorliegt, klären Ärzte beispielsweise mit einem Bluttest. Dazu messen sie den Anteil des Enzyms DAO im Blut. Dieses Enzym baut Histamin ab. “Je weniger DAO im Blut enthalten ist, desto schlechter vertragen die Patienten bestimmte Nahrungsmittel wie Nüsse, Rotwein und Zitrusfrüchte”, erklärt Müller-Steinmann.

Um die Beschwerden zu lindern, sollten Betroffene histaminreiche Nahrung meiden. Dazu erhalten sie bei ihrem Arzt eine spezielle Beratung. Auch Medikamente wie ASS, ACC oder bestimmten Antibiotika können Unverträglichkeiten auslösen. Patienten sollten sich bei ihrem Apotheker nach Alternativen erkundigen.

Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

Fragen & Antworten:

  1. Melissa 6. April 2018 um 22:19 Uhr - Antworten

    Hallo,

    kann man mit einer Histaminunverträglichkeit meine kosmetisches Fruchtsäurepeeling machen lassen?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 15. April 2018 um 15:48 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      Fruchtsäurepeeling kann man auch durchführen lassen, wenn man eine Histaminintoleranz hat.
      Dieser hat normalerweise keinen oder kaum Einfluss auf die Hautreaktion bei Fruchtsäurepeeling.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel

  2. Meike 20. August 2014 um 13:56 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Dr.Müller-Steinmann,
    Kann man bei Ihnen einfach (mit Termin) rumkommen und so einen Test machen lassen?Und kostet das etwas oder übernimmt die Blutabnahme die Krankenkasse?
    Ich glaube nämlich, da ich immer weniger essen kann das ich eine Histaminunverträglichkeit habe.

    Mit freundlichem Gruß
    Meike

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 16. Dezember 2014 um 14:52 Uhr - Antworten

      Guten Tag,

      Eine Histaminunverträglichkeit und Nahrungsmittelallergien bzw. Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann man in vielen Fällen schon durch einen Bluttest nachweisen. Sie können gern einen Termin vereinbaren.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  3. Kristin 22. Mai 2014 um 7:44 Uhr - Antworten

    Moinmoin,

    in Ihrem Artikel schreiben Sie hier “Ob eine Histamin-Unverträglichkeit vorliegt, klären Ärzte beispielsweise mit einem Bluttest. Dazu messen sie den Anteil des Enzyms DAO im Blut”.
    Können Sie so einen Test durchführen oder mir ersatzweise einen Arzt in Schleswig-Holstein (gerne nördliche Region) nennen, der dies durchführt?

    Beste Grüße
    Kristin

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann

      Guten Tag,

      hierzu ist lediglich eine Blutabnahme erforderlich. Können die meisten Ärzte. Dazu wird das Blut ein Labor geschickt, dass dann die Bestimmung der Enzyme vornimmt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin
      Ästhetische Medizin

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