Erektionsstörungen

Ursachen – Diagnose – Behandlungsmethoden

Die erektile Dysfunktion, oft auch Impotenz genannt, ist eine große gesundheitliche Belastung für Männer. Betroffen ist eine größere Gruppe, als man häufig meint. Bei unter 40-Jährigen ist die Quote mit unter zwei Prozent noch recht gering, mit steigendem Alter jedoch immer größer: Bei über 60-Jährigen haben bereits über ein Drittel der Männer Erektionsstörungen.

Definiert wird die erektile Dysfunktion als die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Diese Funktionsstörung kann sporadisch auftreten oder auch dauerhaft bestehen.

Es ist wichtig zu betonen, dass gelegentliche Schwierigkeiten mit der Erektion nicht als Erektionsstörungen eingestuft werden. Vielmehr muss das Problem über einen längeren Zeitraum und in den meisten Fällen des sexuellen Versuchs bestehen, um als erektile Dysfunktion klassifiziert zu werden.

Innovative Behandlung mit Botulinumtoxin ("P-Shot")

Wir haben langjährige Erfahrung in der Botulinumtoxin-Therapie. Diese Erfahrung können Sie nun auch bei der Behandlung von Erektionsstörungen für sich nutzen!

Die Erkrankung beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich und kann auch starke Rückwirkungen auf die Partnerschaft haben. Zudem sind Erektionsstörungen möglicherweise ein Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die sich sehr negativ entwickeln können. Leider mögen aufgrund gesellschaftlicher Konventionen viele Männer nicht darüber sprechen.

Ihr Urologe als erster Ansprechpartner kann weitere Diagnostik veranlassen und in den meisten Fällen in vertrauensvoller Atmosphäre für Aufklärung und Besserung sorgen. Am Hautarztzentrum Kiel sind wir spezialisiert auf Behandlungen mit Botulinumtoxin und wenden Botulinumtoxin auch zur Behandlung von Erektionsstörungen an.

Die Behandlung kann auch in schwierigen Fällen noch helfen – selbst wenn Viagra und ähnliche Medikamente keinen ausreichenden Erfolg haben.

Ursachen

Die Ursachen für Erektionsstörungen sind vielfältig und können körperlicher oder psychischer Natur oder eine Kombination aus beidem sein.

Körperliche Ursachen sind besonders häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Bluthochdruck, Arteriosklerose oder andere Erkrankungen der Blutgefäße beeinträchtigen dabei den Blutfluss zum Penis. Diabetes kann zudem die Nerven schädigen und so die Erektion beeinflussen. Als weitere Grunderkrankungen kommen Störungen des hormonellen Gleichgewichts (insbesondere ein niedriger Testosteronspiegel), Neurologische Probleme (wie Multiple Sklerose, Parkinson oder andere Nervenerkrankungen) oder Verletzungen von Becken, Rückenmark oder am Penis selbst in Frage. Auch bestimmte Medikamente (wie Blutdrucksenker oder Antidepressiva) sowie Fragen des Lebensstils (Rauchen, starker Alkoholkonsum) können Einfluss auf die Erektionsfähigkeit haben.

Psychische Ursachen sind besonders häufig Stress und Versagensängste. Depressionen können sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Erektionsfähigkeit selbst beeinflussen. Auch Konflikte in der Beziehung können dazu beitragen.

In vielen Fällen handelt es sich um eine Kombination mehrerer Ursachen. Insbesondere können die physischen Grunderkrankungen das Auftreten psychischer Ursachen begünstigen, die dann wiederum das Problem weiter verstärken.

Diagnose

Erster Ansprechpartner für die Diagnose ist in aller Regel der Urologe Ihres Vertrauens. Er nimmt eine gründliche Anamnese vor und wird häufig auch weitere fachärztliche Untersuchungen empfehlen, insbesondere beim Kardiologen. Ziel ist es, die konkreten Ursachen der Erektionsstörungen herauszufinden, um möglichst gezielt und erfolgreich behandeln zu können.

Der Arzt wird zunächst eine allgemeine Erfassung der Krankengeschichte sowie eine Sexualanamnese durchführen, also alle wichtigen Sexualfunktionen erfragen. Eine körperliche Untersuchung der Genitalien ist notwendig, ebenso eine Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems (Blutdruck und Herzfunktion) und eine neurologische Diagnostik. Blut- und Urinproben liefern weitere wichtige Informationen. Weitere spezifische Tests können bei Bedarf zusätzliche Daten liefern, etwa spezifische Erektionstests oder ein Peniler Doppler-Ultraschall, mit dem der Blutfluss im Penis gemessen werden kann.

Behandlungsoptionen

Die Behandlung der Erektionsstörungen hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Sie kann eine Kombination aus medikamentösen, psychotherapeutischen und chirurgischen Ansätzen umfassen.

Als wichtigste Behandlungsoption gilt derzeit die medikamentöse Therapie mit sogenannten PDE5-Hemmern, die die Blutgefäße kurzzeitig erweitern und so die Erektion unterstützen. Medikamente wie Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra) sind als Tabletten erhältlich und helfen vielen Betroffenen erfolgreich.

Neuartigere Behandlungsmethoden für Erektionsstörungen sind die Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) und der Therapeutische Ultraschall, die vor allem der Durchblutungsförderung dienen, sowie die ebenfalls langfristig durchblutungsfördernde Injektion von Botulinumtoxin in den Penis (sog. „P-Shot“), die wir wegen unserer langjährigen Erfahrung in der Botulinumtoxin-Therapie am Hautarztzentrum Kiel anbieten.

Ihr behandelnder Arzt:

Dr. med. Johannes Müller-Steinmann, Hautarzt in Kiel

Dr. Johannes Müller-Steinmann, leitender Arzt des Hautarztzentrum Kiel, hat viele Jahre Erfahrung in der Botulinumtoxin-Therapie und ist zertifizierter Ausbilder für Ärzte für diese Behandlungstechnik.

Niedrigschwellig, wenn auch anspruchsvoll, sind Änderungen des Lebensstils: Verzicht auf Rauchen und Alkohol kann die Durchblutung entscheidend verbessern, der Abbau von Übergewicht und regelmäßige körperliche Aktivität steigern die kardiovaskuläre Gesundheit weiter. Eine gesunde Ernährung, reich an Obst, Gemüse und Vollkornprodukten, kann die allgemeine Gesundheit und Erektionsfähigkeit weiter fördern.

Ein hormonelles Ungleichgewicht kann mit einer Testosteronersatztherapie verbessert werden. An eventuellen psychischen Ursachen muss psychotherapeutisch gearbeitet werden, individuell oder in der Paartherapie.

Wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg bringen, muss über invasivere Behandlungsmethoden nachgedacht werden. So können etwa Medikamente wie Prostaglandin direkt in den Penis injiziert werden, um eine Erektion zu erzeugen. Auch chirurgische Eingriffe sind möglich, wobei entweder der Blutfluss gefäßchirurgisch verbessert wird oder aufblasbare Implantate in den Penis eingesetzt werden.