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Wohlfühlen mit Haut und Haar: Zehn Fragen an den Hautarzt

Haut und Haare können ein wahrer Beauty-Blickfang sein. Doch auch für Kummer und Kopfzerbrechen sind sie oft gut. Dr. Johannes Müller-Steinmann, Hautarzt aus Kiel, gibt Antwort auf zehn häufige Fragen:

1. Warzen – muss man damit zum Arzt?
Sind die Warzen im Gesicht, schmerzen sie, sind sie sehr groß oder zahlreich, sollten Sie auf jeden Fall zum Hautarzt gehen. Kleine Warzen verschwinden oft von selbst oder mit Warzen-Tinkturen, die Sie in der Apotheke bekommen.

2. Hilfe, Haarausfall! Was stoppt ihn?
Oft lassen sich die Ursachen beheben, zum Beispiel Eisenmangel, eine Überfunktion der Schilddrüse oder Stress. Es gibt inzwischen moderne Mittel, die dem Haarwachstum helfen. Ist das Problem ein hormonelles, können spezielle Haarwasser helfen.

3. Wie erkenne ich eine Allergie?
Eine Allergie steckt meist dahinter, wenn die Haut rot ist, juckt, kleine Knötchen oder Quaddeln bildet. Bis zu drei Tage kann das dauern. Salben und Tabletten können die Beschwerden lindern. Nahrungsmittelallergien erkennt man an Brennen, Jucken oder gar einer Schwellung im Mund und Darmbeschwerden. Manchmal kommt es auch zu Hautausschlägen. Pollenallergien äußern sich in Augenjucken, laufender Nase oder Hustenreiz bis hin zum Asthma.

4. Wann muss ich Muttermale entfernen lassen?
Manchmal sind Male unregelmäßig geformt, haben unscharfe oder unebene Ränder, verschiedene Farbtöne oder sind über fünf Millimeter groß. Solche Muttermale sollten Sie auf jeden Fall Ihrem Hautarzt zeigen. Grundsätzlich empfiehlt sich eine regelmäßige Hautkrebs-Vorsorge. Ab dem 35. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten alle zwei Jahre.

5. Wie bekomme ich hartnäckige Akne endlich weg?
Gegen Akne gibt es spezielle Cremes, Peelings auf Fruchtsäurebasis, Tabletten oder Laser-Behandlungen. Damit bekommt man auch hartnäckige Akne meist in den Griff.

6. Woher kommt Schuppenflechte?
Die Veranlagung zu Schuppenflechte ist erblich. Meist kommt aber noch ein Auslöser dazu: Stress, Infekte oder auch Medikamente. Salben, UV-Licht-Therapien oder spezielle Bäder lindern Schuppenflechte. Bestimmte Stellen, zum Beispiel auf der Kopfhaut, lassen sich sehr gut mit dem Laser behandeln.

7. Wie behandelt man Neurodermitis?
Gegen akute Ekzeme helfen spezielle Cremes, Licht- und Laser-Therapien. Machen Sie die Haut außerdem mit fettenden Salben geschmeidig und meiden Sie Kälte, Stress oder das Reiben an rauen Kleidungsstücken.

8. Wie werde ich Orangenhaut los?
Auch wenn es kein Wundermittel gibt, das Cellulite dauerhaft und restlos beseitigt: Treiben Sie regelmäßig Sport, achten Sie auf Ihr Gewicht und sorgen Sie für gute Durchblutung, zum Beispiel durch Wechselduschen oder Massagen. Damit können Sie die Dellen mindern. Wenn Sie noch mehr tun wollen: Die einzige Behandlungsmethode, die bisher Erfolg verspricht, ist die Injektionslipolyse (“Fett-weg-Spritze”).

9. Kann man Falten vorbeugen?
Auf jeden Fall. Cremes halten die Haut feucht, Sport durchblutet sie, Schlaf erneuert sie. Achtung aber vor Zigaretten, Stress und zuviel Sonne: Dadurch knittert die Haut. Wussten Sie, dass durch Sonne und Zigaretten die Haut in einem Jahr um so viel altert wie sonst in mehr als zehn Jahren?

10. Was hilft gegen Schuppen?
Waschen Sie die Haare mit einem Anti-Schuppen-Shampoo und nur lauwarm. Föhnen Sie sie entweder gar nicht oder nur bei geringer Hitze. Meist hilft das schon. Wenn nicht, ziehen Sie einen Arzt hinzu.

Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

Fragen & Antworten:

  1. Gabrijela 27. Januar 2018 um 2:12 Uhr - Antworten

    Seit einigen Monaten habe ich Probleme mit meinen Lippen. Nachdem ich letztes Jahr im Sommer ein Lippenherpes hatte, der schlecht geheilt ist, hat sich unter der Lippenhaut ein Blutschwamm gebildet . Täglich erscheinen rötliche und warme Stellen auf der Lippe die aber wieder verschwinden. Ich habe mittels Laser versucht den Blutschwamm zu veröden jedoch ohne Erfolg und eine Narbe ist dabei entstanden. Ich würde gerne wissen was es mit den rötlichen Flecken aufsich hat . Denn es fühlt sich unangenehm an und stört mich sehr, da es wirklich jeden Tag so ist.

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 28. Januar 2018 um 15:38 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      bei rötlichen Flecken auf den Lippen handelt es sich meistens um Blutschwämmchen.
      Diese lassen sich sehr gut mit dem kurzgepulsten Farbstoff Laser behandeln.
      Vereinbaren Sie gerne einen persönlichen Termin.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      ärztlicher Leiter – Hautarztzentrum Kiel
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  2. Lara 13. November 2017 um 15:13 Uhr - Antworten

    Hallo Dr. Müller Steinmann
    Ich habe eine Frage bezüglich dem Thema Haare .Meine Haare wachsen seit gut 1-2 Jahren nicht mehr (ich habe einen Bob) und an der Pflege kann es nicht liegen . Zuerst war ich beim Arzt ,weil ich dachte ich hätte irgendein Mangel an Vitaminen o.ä . ,aber dies zeigte sich unauffällig . Könnte es auch noch andere Gründe geben ? Viele sagen ja ,das die Haare ab einer bestimmten Länge nicht mehr wachsen ,aber ich glaube das ist hier nicht der Fall ,weil ich früher längere Haare hatte

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 18. November 2017 um 10:57 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      Haare wachsen immer.
      Jedoch ist es sehr unterschiedlich, wie lang die Wachstumsphase der Haare ist.
      Die Wachstumsphase Haare kann zwischen einem und bis zu etwa 6 oder auch 10 Jahren dauern.
      Dementsprechend bekommen einige Menschen wesentlich längere Haare als andere, wenn man sie nicht abschneiden.
      Sie können aber gern einen Termin bei uns vereinbaren, damit wir eine erweiterte Blutuntersuchung auf Hormone Vitamine und Mineralstoffe durchführen können.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  3. Heike Tölle 5. August 2017 um 5:14 Uhr - Antworten

    Lieber Herr Müller-Steinmann,
    Ich bin gerade im Urlaub und kann meine Hautärztin nicht erreichen! Ich hatte vor ca. 2,5 Jahren ein Melanom von 0,25 mm Tiefe! Seitdem meide ich Sonne so gut es geht, doch leider ist es mir heute doch passiert, dass ich einen Sonnenbrand im Nacken bekommen habe! Jetzt bin ich extrem beunruhigt, weil ich gar nicht so genau weiss, was das jetzt für mich bedeutet! Der Chirurg damals liess nur so eine Bemerkung fallen wie:”Ein Sonnenbrand wär für Sie jetzt fatal!” Was genau heisst das denn?? VG H.Tölle

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 2. September 2017 um 14:44 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      selbst verständlich sollten Sie auf einen konsequenten sonnenschutzachten, besonders wenn sie so heiß ein Melanom hatten.
      Ein Sonnenbrand führt aber nicht unmittelbar zu einem Melanom. Je zwischen liegen meistens viele Jahre.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  4. Evin 12. Mai 2017 um 12:56 Uhr - Antworten

    Hallo,
    ich habe eine Frage, und zwar hatte ich am 9.05.2017 einen Hautarzttermin und hatte davor schon 2 weiter Termine dort, da mein Muttermal vor paar Monaten, das war noch in 2016 abgefallen ist. Der Hautarzt sagte wiedermal, dass alles in Ordnung sei und man es nicht raus schneiden muss, jedoch möchte ich es selber, da ich immer noch ein schlechtes Gefühl habe und mein Muttermal oftmals juckt, was mir kein gute Gefühl gibt. Bin wirklich verzweifelt und wollte Sie nach Beratung fragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 20. Mai 2017 um 13:27 Uhr - Antworten

      Guten Tag,
      ich denke, dass Sie sich auf den Rat ihres Hautarztes verlassen können.
      Wenn Sie sehr besorgt sind, kann man ein Pigmentmal auch vorsorglich entfernen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  5. Neurodermitis Portal 13. März 2011 um 9:24 Uhr - Antworten

    Hallo Herr Dr. Müller, Steinmann,

    vielen Dank für Ihre Antwort! Da haben Sie Recht, die Neurodermitis bietet genug Stoff, um weitaus umfassender darüber zu schreiben.

    Wir würden unseren Lesern gern die Möglichkeit bieten, mehr zu Neurodermitis zu lernen – direkt von einem Hautarzt. Falls Sie interessiert daran sind, einen Artikel (evtl. auch mit uns gemeinsam) für das größte deutsche Neurodermitisportal zu schreiben, dann geben Sie mir doch bitte Bescheid – wir würden uns sehr darüber freuen.

    Danke und VG

    Tim

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 14. März 2011 um 10:09 Uhr - Antworten

      Sehr geehrter Herr Schlenzig,

      Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Mitarbeit für Ihr Neurodermitisportal. Setzen Sie sich doch gern telefonisch mit mir in Verbindung, um nähere Einzelheiten dazu zu besprechen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr. med. Johannes Müller Steinmann

  6. Neurodermitis Forum 10. Februar 2011 um 13:49 Uhr - Antworten

    Hallo Herr Dr. Müller-Steinmann,

    ich wollte an dieser Stelle auf unser Forum aufmerksam machen, in dem sich viele Menschen über die oben beschriebenen Behandlungsmethoden austauschen.
    Hier kann man einen, wie ich finde, sehr interessanten und tiefgehenden Einblick in die Meinungen und teilweise auch in die Psyche von betroffenen erhalten.
    Interessant ist zum Beispiel über das vermeintliche “Wundermittel” Regividerm, welches für großes Aufsehen gesorgt hat. Am Anfang überwog noch ganz deutloich die Empörung über fiese, gemeine Pharmafirmen, bis sich die Ernüchterung einstellte und das “Wundermittel” als das erkannt wurde, was es tatsächlich war, ein Marketinggag.

    Interessant ist allerdings, dass einige Personen tatsächlich über einen positiven Effekt berichtet haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Fabian

  7. Neurodermitis Portal 2. Januar 2011 um 20:10 Uhr - Antworten

    Hallo Hautarztzentrum-Team,

    danke für die Zusammenstellung! Für den Punkt Neurodermitis würde ich gern noch für die Leser ergänzen, dass es neben den schon genannte, wichtigen Ansätzen zur Therapie natürlich noch weitere gibt:

    Die sogenannte “Klimabehandlung”, bei der Hautbeschwerden gelindert werden sollen durch Aufenthalte von meist zwei bis vier Wochen am Meer oder in den Bergen durch Reizklima.

    Mit neurodermitisgerechter Ernährung, die besonders allergen- und histaminfrei sein sollte, und der damit in Verbindung stehenden Darmsanierung haben ebenfalls eine Reihe Betroffener gute Erfahrungen machen können.

    Eigenurintherapie, Homöopathie und Akupunktur sowie Ayurveda und die “Bioresonanztherapie” werden weiterhin oft angewendet, aber mit stark unterschiedlich guten Ergebnissen (ein wissenschaftlicher Nachweis besteht hier in den meisten Fällen nicht).

    Auch darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Behandlungsformen. Durch die Nähe der Neurodermitis mit dem Thema Allergien ist es aber auf jeden Fall empfehlenswert, auf Allergene im Essen und der Wohnung (Hausstaubmilben, manche Tierhaare etc.) zu achten.

    LG

    Tim

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 3. Januar 2011 um 10:38 Uhr - Antworten

      Hallo lieber Tim,

      Besten Dank für Ihre Zuschrift. Sie haben vollkommen recht. Aber im Rahmen einer kurzen E-Mail-Antwort kann man natürlich keine erschöpfende Antwort auf das große Gebiet der Neurodermitis geben.

      Allerbeste Grüße
      Ihr Dr. mit Johannes Müller Steinmann

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