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Je früher desto besser: Vorsorge gegen Schwarzen Hautkrebs

Nach einem langen Winter verlockt es umso mehr, jeden warmen Sonnenstrahl auszukosten. Aber Vorsicht: Jede Minute, die wir die Haut ungeschützt den UV-Strahlen aussetzen, öffnet dem Hautkrebs Tür und Tor. Das Tückische: Der bösartige Tumor entsteht, ohne dass wir es merken. Er tut nicht weh, ist nicht einmal an einen Sonnenbrand gebunden.

“Besonders den Schwarzen Hautkrebs – das Maligne Melanom – zu spät zu erkennen, kann fatale Folgen haben”, warnt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Hautarzt und Leitender Arzt des Hautarztzentrums Kiel. “Über die Lymph- und Blutbahnen kann er Metastasen bilden, zum Beispiel in Leber, Lunge oder Gehirn.” Damit es soweit nicht kommt, ist die richtige Vorsorge entscheidend: Ein Muss, auch im Frühling und Frühsommer, ist guter Sonnenschutz, tabu sind Solarien. Besonders wer helle Haut oder viele Muttermale hat, sollte zudem seine Haut regelmäßig untersuchen: Haben sich Leberflecken verändert? Sind sie größer als fünf Millimeter, asymmetrisch oder unscharf begrenzt? Sind sie verschiedenfarbig oder uneben, bluten oder jucken?

Spätestens bei diesen Warnzeichen – besser jedoch schon vorher – ist eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung beim Dermatologen oder Hausarzt unbedingt ratsam. Denn rechtzeitig entdeckt, lassen sich Tumore noch leicht operativ entfernen. Übrigens: Seit Juli 2008 zahlen auch die Gesetzlichen Krankenkassen die Untersuchung für Patienten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre.

Von | 2018-05-21T12:05:25+00:00 25. Mai 2009|Tags: , , |
Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

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