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Haarfeiner Unterschied: Laser-Epilation für Transsexuelle

Aus Mann mach Frau – das ist alles andere als leicht. Bis Transsexuelle in der Öffentlichkeit selbstverständlich als Frau wahrgenommen werden, liegt meist ein Weg voller Hindernisse vor ihnen. Eines davon: die männliche Körperbehaarung. Hormone allein reichen als Haar-Entferner nicht aus. Auch Rasieren ist nur eine Notlösung, schließlich bleibt hierbei immer ein unschöner Schatten zurück.

“Heutzutage greifen wir gerne auf den Laser zurück, um zur Frau umgewandelten Transsexuellen dauerhaft zu weiblich wirkender Haut zu verhelfen”, sagt Dr. Johannes Müller-Steinmann, Dermatologe und Leiter des Hautarztzentrums Kiel. Die Epilation per Laser ist sowohl im Gesicht möglich als auch an Armen, Beinen, Händen oder auf Brust und Rücken, sofern es sich um dunkle Haare auf heller Haut handelt. Der Laser schickt energiereiches rotes oder infrarotes Licht durch die Haut, das von den Haarwurzeln absorbiert wird. Dort wandelt es sich in Wärme um und verschweißt die Wurzeln gezielt – somit können auch keine neuen Haare mehr nachsprießen.

“Um 70 bis 90 Prozent der Haare zu entfernen, sind etwa fünf bis zehn Behandlungen nötig”, erklärt Müller-Steinmann. “An Rücken und Beinen, wo die Wurzeln tief sitzen, können es auch 20 werden”. Doch damit ist der Laser noch immer deutlich schneller als die konventionelle Elektroepilation. Zudem führt er seltener zu Narben, verursacht weniger Schmerzen und eignet sich für größere Flächen.

Von | 2010-01-25T10:00:57+00:00 25. Januar 2010|Tags: , |
Dr. Johannes Müller-Steinmann
Dr. med. Johannes Müller-Steinmann ist Facharzt für Dermatologie und Venerologie und ärztlicher Leiter des Hautarztzentrums Kiel.

Fragen & Antworten:

  1. S M 11. Juni 2016 um 22:53 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Dr. Müller Steinmann,

    Können Sie bitte, entsprechend ihrer Qualifikation als Arzt und als Ansprechpartner für Patienten/innen, auf eine entsprechend integere Formulierung zurückgreifen?
    Formulierungen wie “zur Frau umgewandelten”, oder die Verwendung des Wortes “Transsexuellen” in jedem Absatz mehrmals, sind einfach seit 20 Jahren überkommen, altmodisch und verletzend für Betroffene.

    Wie wäre es, wenn Sie, entsprechend von trans Frauen (wenn es sein muss auch von transsexuellen Frauen), statt den Anschein entstehen zu lassen, hier handle es sich um Männer, die sich zur Frau umwandeln lassen.
    Den dies ist, im Hinblick auf Hare et al., Diamond et al uvm. wissenschaftlich nicht haltbar, da die Geschlechtsidentität bereits im Mutterleib festgelegt ist, es sich also hierbei um Frauen handelt, die lediglich mit einer abweichenden körperlichen Konfiguration geboren werden.

    Vielen lieben Dank und freundliche Grüße,
    S. M.

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 13. Juni 2016 um 15:02 Uhr - Antworten

      Guten Tag,

      Besten Dank für Ihren Hinweis.
      Der Text den sie ansprechen stammt aus einem Interview mit mir. Die Wortwahl entspricht weitgehend den Antragsformularen, die ich den betroffenen Patienten für die Kostenübernahme der Versicherung mit gebe.
      Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Versicherungen eher zur Kostenübernahme bereit erklären, wenn ich diese ältere Nomenklatur verwende.
      Bei den Mitarbeitern der Versicherungen, sowie bei der übrigen Bevölkerung finden die neueren, besseren Bezeichnungen leider noch kein rechtes Verständnis.

      Keinesfalls möchte ich Ihnen oder anderen Betroffenen damit zu nahe treten!

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr
      Dr.med. Johannes Müller-Steinmann
      Lasermedizin, ästhetische Medizin

  2. Kerstin S. 6. März 2012 um 8:49 Uhr - Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bzgl. meiner Körperbehaarung hätte ich eine Frage an Sie:

    ich bin transsexuell und stehe vor meiner GaOP zur Frau. Da ich dank des männlichen Hormons Testosteron “dankenswerterweise” an Bartwuchs und der üblichen “männlichen” Behaarung an Beinen, Armen sowie Brust- und Bauchbereich leide, möchte ich dies möglichst zeitnah behandeln lassen. Welche Voraussetzungen brauche ich evtl. hierzu, und was würde die Krankenkasse für die Laserepilation übernehmen? Für eine Nachricht wäre ich Ihnen sehr dankbar, da ich wirklich unter dieser scheußlichen, wenngleich auch nicht sehr stark ausgeprägten Behaarung leide.

    Mit freundlichen Grüßen

    Kerstin S.

    • Dr. Johannes Müller-Steinmann
      Dr. Johannes Müller-Steinmann 14. März 2012 um 11:32 Uhr - Antworten

      Sehr geehrte Frau S.,

      Wir führen seit langer Zeit dauerhafte Haarentfernungen mit Laser bei Transsexuellen durch. Bis jetzt haben die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Behandlungskosten Haarentfernungen mit Laser für Transsexuellen übernommen.
      Für die dauerhafte Haarentfernung mit Laser bei Transsexuellen erstellen wir kostenlos einen Kostenvoranschlag für Sie, den Sie dann bei ihrer Krankenversicherung einreichen können.
      Die Effektivität der Haarentfernung mit Laser, die Laserepilation, ist besonders gut je jünger man ist, da dann noch keine weißen Haare bestehen.
      Bitte vereinbaren Sie doch einen Sprechstundentermin, damit wir Ihnen einen Kostenvoranschlag für die Haarentfernung mit Laser erstellen können und um den richtigen Lasertyp zur Laserepilation von unseren verschiedenen Laser Systemen für Sie bestimmen können.
      Mit besten Grüßen
      Ihr
      Dr. med. Johannes Müller Steinmann
      Facharzt für Dermatologie
      Lasermedizin

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